Lebens­mit­tel­kenn­zeich­nung

In der Euro­päi­schen Uni­on wer­den Lebens­mit­tel schon bald deut­li­che­re Hin­wei­se zu Inhalts­stof­fen und Nähr­wer­ten tra­gen müs­sen. Das Euro­päi­sche Par­la­ment hat die neu­en Vor­schrif­ten zur Lebens­mit­tel­kenn­zeich­nung gebil­ligt.

Lebens­mit­tel­kenn­zeich­nung

Die neu­en Regeln legen fest, dass mehr Infor­ma­tio­nen auf den Packun­gen von Lebens­mit­teln zu fin­den sein wer­den als bis­her. So müs­sen bei­spiels­wei­se All­er­ge­ne schon auf den ers­ten Blick zu erken­nen sein.

Stren­ge Regeln gibt es gegen irre­füh­ren­de Auf­ma­chun­gen von Lebens­mit­teln. Imi­ta­te wie Ana­log­kä­se oder „Kle­be­fleisch“ kann der Ver­brau­cher künf­tig durch die Anga­ben der ver­wen­de­ten Zuta­ten sofort und ein­fach erken­nen. Auf den Ver­pa­ckun­gen müs­sen zudem Infor­ma­tio­nen zur Her­kunft von Frisch­fleisch ange­ge­ben wer­den, eben­so Nähr­wer­te, die ver­pflich­tend in einem Nähr­wert­käst­chen in über­sicht­li­cher Form anzu­ge­ben sind. Alle Infor­ma­tio­nen zu den Zuta­ten und Nähr­wer­ten müs­sen in einer "les­ba­ren" Schrift­grö­ße von min­des­tens 3 Mil­li­me­tern auf­ge­druckt wer­den.

An der neu­en Ver­ord­nung, die meh­re­re bis­her bestehen­de Richt­li­ni­en zusam­men­fasst, haben Rat und Par­la­ment lan­ge gear­bei­tet und hart mit­ein­an­der ver­han­delt, zuletzt in einem mehr­wö­chi­gen Ver­hand­lungs­ma­ra­thon.

Eine Rei­he von Aus­nah­men soll zudem sicher­stel­len, dass beson­ders klei­ne­re Unter­neh­men oder gar ein­zel­ne Mark­stän­de, die nicht-vor­ver­pack­te Pro­duk­te oder hand­werk­lich her­ge­stell­te Lebens­mit­tel ver­kau­fen, nicht zu hohen Belas­tun­gen aus­ge­setzt wer­den. Die neu­en Vor­schrif­ten zur Lebens­mit­tel­kenn­zeich­nung müs­sen spä­tes­tens drei Jah­re nach der Ver­ab­schie­dung der Richt­li­nie befolgt wer­den, für klei­ne­re Lebens­mit­tel­un­ter­neh­men gilt eine Über­gangs­frist von fünf Jah­ren.