Lenk­zei­ten

Seit dem 11. April 2007 gel­ten EU-weit neue Lenk- und Ruhe­zei­ten für LKW-Fah­rer. Wah­rend bis­her Lenk­zei­ten bis zu 74 Stun­den wöchent­lich erlaubt, beträgt nach der jetzt in Kraft getre­te­nen Ver­ord­nung VO(EG) 561/​2006 die wöchent­li­che Lenk­zeit numehr maxi­mal 56 Stun­den. Des­wei­te­ren müs­sen künf­tig län­ge­re und häu­fi­ge­re Ruhe­zei­ten ein­ge­hal­ten wer­den. Im Ein­zel­nen gel­ten jetzt fol­gen­de Gren­zen:

Lenk­zei­ten

Lenk­zei­ten

Die täg­li­che Lenk­zei­ten dür­fen höchs­tens neun Stun­den betra­gen, die unun­ter­bro­che­ne Lenk­zeit darf maxi­mal vier­ein­halb Stun­den betra­gen, dann muss eine min­des­tens 45minütige Pau­se ein­ge­legt wer­den. Aus­nahms­wei­se sind zwei­mal wöchent­lich zehn Stun­den Lenk­zei­ten erlaubt, dabei müs­sen dann aber zwei min­des­tens 45minütige Pau­sen ein­ge­legt wer­den.
Die wöchent­li­che Lenk­zei­ten, gerech­net jeweils von Mon­tags 0.00 Uhr bis Sonn­tags 24.00 Uhr, darf höchs­tens 56 Stun­den betra­gen, in zwei auf­ein­an­der fol­gen­den Wochen zusam­men höchs­tens 90 Std. Liegt also in einer Woche die Lenk­zeit über 45 Stun­den, darf in der nächs­ten Woche nur ent­spre­chend weni­ger gefah­ren wer­den.

Arbeits­zeit

Neben den Höchst­gren­zen für die Lenk­zei­ten sind aber auch Höchst­gren­zen für die Arbeits­zeit ein­zu­hal­ten. Zur Arbeits­zeit rech­nen dabei neben den rei­nen Lenk­zei­ten auch wei­te­re Tätig­kei­ten wie das Be- und Ent­la­den oder die Fahr­zeug­war­tung. Die­se Arbeits­zeit darf wöchent­lich 48 Stun­den – in Aus­nah­me­fäl­len 60 Stun­den – und täg­lich zehn Stun­den nicht über­schrei­ten.

Lenk­zeit­un­ter­bre­chung

Nach einer Lenk­zeit von vier­ein­halb Stun­den ist zwin­gend eine Lenk­zeit­un­ter­bre­chun­gen von min­des­tens 45 Minu­ten ein­zu­hal­ten. Die Lenk­zeit­un­ter­bre­chung kann auch in zwei Unter­bre­chun­gen von 15 Minu­ten und 30 Minu­ten auf­ge­teilt wer­den, hier­bei ist aller­dings zu beach­ten, dass die­se Rei­hen­fol­ge zwin­gend ist, bei einer Auf­tei­lung muss also die ers­te Lenk­zeit­un­ter­bre­chung min­des­tens 15 und die zwei­te min­des­tens 30 Minu­ten betra­gen.

Ruhe­zei­ten

Min­dest­gren­zen bestehen auch für die täg­lich und die wöchent­lich ein­zu­hal­ten­den Ruhe­zei­ten. So ist eine zusam­men­hän­gen­de Tages­ru­he­zeit von min­des­tens elf Stun­den inner­halb von 24 Stun­den für einen Ein­zel­fah­rer vor­ge­schrie­ben, die aller­dings bei ent­spre­chen­dem Aus­gleich drei­mal wöchent­lich auf jeweils neun Stun­den ver­kürzt wer­den kann. Der Aus­gleich kann auch in der Fol­ge­wo­che erfol­gen.

Die Ruhe­zeit kann inner­halb von 24 Std. in zwei Abschnit­te auf­ge­teilt wer­den. Aller­dings muss dann der ers­te Ruhe­zeit­ab­schnitt min­des­tens drei, der zwei­te min­des­tens neun Stun­den betra­gen, die Gesamt­ru­he­zeit ver­län­gert sich mit­hin auf min­des­tens zwölf Stun­den.

Des­wei­te­ren ist nach sechs Tages­lenk­zei­ten eine wöchent­li­che Ruhe­zeit von min­des­tens 45 Stun­den vor­ge­schrie­ben. Die­se wöchent­li­che Ruhe­zeit kann aus­nahms­wei­se auf 24 Stun­den ver­kürzt wer­den, aller­dings sind dann in den kom­men­den zwei Wochen min­des­tens zwei Ruhe­zei­ten von 45 Stun­den ein­zu­hal­ten oder ein Aus­gleich inner­halb von drei Wochen durch eine Ruhe­zeit von 45 Stun­den und eine zusätz­li­che Ruhe­zeit von 24 Stun­den erfor­der­lich.