Neu in 2016 – Ener­gie­ef­fi­zi­enz

Die "Ener­gie­wen­de" zeigt auch zum aktu­el­len Jah­res­wech­sel wie­der ihre Spu­ren:

Neu in 2016 – Ener­gie­ef­fi­zi­enz

2016

  1. Ener­gie­ef­fi­zi­enz für Gebäu­de:
    1. Am 1. Janu­ar 2016 star­tet das neue Anreiz­pro­gramm Ener­gie­ef­fi­zi­enz (APEE) mit den För­der­kom­po­nen­ten "Hei­zungs- und Lüf­tungs­pa­ket". Ziel ist es, neue Inno­va­tions- und Inves­ti­ti­ons­im­pul­se für die Wär­me­wen­de im Hei­zungs­kel­ler zu set­zen. Hier­für ste­hen im APEE ins­ge­samt 165 Mil­lio­nen Euro pro Jahr über 3 Jah­re zur Ver­fü­gung. Bau­her­ren, die ihre Hei­zung aus­tau­schen möch­ten oder eine Lüf­tungs­an­la­ge ein­bau­en wol­len, erhal­ten für ihre Inves­ti­ti­on Zins­ver­bil­li­gun­gen und Zins­zu­schüs­se.
    2. Eben­falls ab dem 1. Janu­ar 2016 müs­sen Hei­zungs­an­la­gen, die älter als 15 Jah­re sind, ein "Ener­gie­la­bel" tra­gen. Die Kenn­zeich­nung infor­miert über den indi­vi­du­el­len Effi­zi­enz­sta­tus des Heiz­kes­sels. Zum Anbrin­gen des Eti­ketts berech­tigt sind Hei­zungs­in­stal­la­teu­re, Schorn­stein­fe­ger und bestimm­te Ener­gie­be­ra­ter. Sie sol­len Ver­brau­cher auf wei­ter­füh­ren­de Ener­gie­be­ra­tun­gen oder auch För­der­an­ge­bo­te hin­wei­sen.
  2. Ener­gie­ef­fi­zi­enz für Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen:
    1. Ab dem 1. Janu­ar 2016 gilt nach der Ver­ord­nung (EU) 1254/​2014 eine Kenn­zeich­nungs­pflicht für Wohn­raum­lüf­tungs­ge­rä­te wie etwa Ven­ti­la­to­ren. Hier­für wird wie­der­um das us dem Haus­halts­ge­rä­te­be­reich bekann­te, far­bi­ge EU Effi­zi­enz­la­bel (mit den grü­nen bis roten Klas­sen A+ bis G) ver­wen­det.
    2. Eben­falls ab dem 1. Janu­ar 2016 gilt nach der Ver­ord­nung (EU) 2015/​1095 eine Kenn­zeich­nungs­pflicht für gewerb­li­che Kühl­la­ger­ge­rä­te; die­se benö­ti­gen ab Janu­ar eben­falls die­ses far­bi­ge EU-Effi­zi­enz­la­bel.
  3. Ener­gie­wen­de:
    1. Beim Bau neu­er Höchst­span­nungs-Gleich­strom-Über­tra­gungs­lei­tun­gen ("Strom­au­to­bah­nen") gilt ab Anfang 2016 der Vor­rang für Erd­ka­bel; hier­durch soll die Akzep­tanz der für die Ener­gie­wen­de erfor­der­li­chen Strom­lei­tun­gen (ins­be­son­de­re bei baye­ri­schen Lokal­par­tei­po­li­ti­kern) gestei­gert wer­den.
    2. Eine Novel­le des Kraft-Wär­me-Kopp­lungs­ge­set­zes (KWKG) sieht Anrei­ze vor, neue emis­si­ons­är­me­re Kraft­wer­ke zu bau­en, und ver­dop­pelt hier­für das bestehen­de jähr­li­che För­der­vo­lu­men von bis­her 750 Mio. € auf auf 1,5 Mrd. €.
  4. För­der­pro­gram­me zur Ener­gie­ef­fi­zi­enz:
    1. Im Janu­ar star­tet die Pilot­pha­se des Pro­gramm STEP up! (Strom­ef­fi­zi­enz­po­ten­zia­le nut­zen). Inno­va­ti­ve Ide­en zur Ener­gie­ein­spa­rung kon­kur­rie­ren in einem Wett­be­werb um För­der­gel­der. Die Maß­nah­me, die die höchs­te Ein­spa­rung pro För­der-Euro erbringt, erhält den Zuschlag. Damit erprobt das Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um ein neu­es Instru­ment, um Inno­va­tio­nen im Bereich Ener­gie­ef­fi­zi­enz anzu­re­gen. Die Initia­ti­ve rich­tet sich an Unter­neh­men, Ener­gie­dienst­leis­ter, Stadt­wer­ke und ande­re Akteu­re. Bis 2018 ste­hen für die Pilot­pha­se ins­ge­samt rund 300 Mil­lio­nen Euro zur Ver­fü­gung.
    2. Die "Natio­na­le TOP-Run­ner-Initia­ti­ve" star­tet eben­falls zu Jah­res­be­ginn 2016. Ver­brau­cher wer­den über die­se neue Infor­ma­ti­ons­kam­pa­gne gezielt über die Effi­zi­enz von Pro­duk­ten infor­miert, um den bes­ten Pro­duk­ten zum Durch­bruch zu ver­hel­fen. Neben dem pri­va­ten Ver­brau­cher gibt es aber auch Infor­ma­tio­nen und Ver­an­stal­tun­gen für wei­te­re wich­ti­ge Ziel­grup­pen, u.a. für Her­stel­ler und den Han­del.