Neue Aus­bil­dungs­be­ru­fe

Mit Beginn des neu­en Aus­bil­dungs­jah­res am 1. August 2009 star­ten mit dem Indus­trie­elek­tri­ker und dem Werk­feu­er­wehr­mann zwei neue Aus­bil­dungs­be­ru­fe. Dar­über hin­aus hat es zwölf Aus­bil­dungs­ord­nun­gen umfas­send und nach­hal­tig modernisiert.

Neue Aus­bil­dungs­be­ru­fe

Der Indus­trie­elek­tri­ker mit zwei­jäh­ri­ger Aus­bil­dungs­dau­er wird der Kern­be­ruf für die Berufs­grup­pe der indus­tri­el­len Elek­tro­be­ru­fe. Die jun­gen Men­schen wer­den zu voll­wer­ti­gen Elek­tro­fach­kräf­ten aus­ge­bil­det. Bei Wei­ter­qua­li­fi­zie­rung in einem drei­ein­halb­jäh­ri­gen Spe­zi­al­be­ruf wie z. B. „Elek­tro­ni­ker für Auto­ma­ti­sie­rungs­tech­nik“ wird die Aus­bil­dung angerechnet.

Werk­feu­er­weh­ren wer­den von gro­ßen Indus­trie­un­ter­neh­men (vor allem Mine­ral­öl, Che­mie, Phar­ma­zie), Häfen oder Flug­hä­fen unter­hal­ten. Bis­her konn­te die­ser Beruf nur im Wege der beruf­li­chen Fort­bil­dung erlernt werden.

Aus­bil­dungs­be­ru­fe, die zum Start des neu­en Aus­bil­dungs­jah­res moder­ni­siert wur­den, sind:

  • Berg­bau­tech­no­lo­ge,
  • Bio­lo­gie­la­bo­rant,
  • Che­mie­la­bo­rant,
  • Che­mi­kant,
  • Foto­graf,
  • Kauf­mann im Einzelhandel, 
  • Kera­mi­ker,
  • Kfz-Ser­vice­me­cha­ni­ker,
  • Lack­la­bo­rant,
  • Musik­fach­händ­ler,
  • Phar­ma­kant und 
  • tech­ni­scher Modellbauer.

Mit der Moder­ni­sie­rung die­ser Aus­bil­dungs­be­ru­fe soll den aktu­el­len Erfor­der­nis­sen der Aus­bil­dungs­be­trie­be Rech­nung getra­gen werden.

So erhält etwa der Berg­bau­tech­no­lo­ge eine neue Fach­rich­tung für die Tief­bohr­tech­nik. Damit kön­nen ab August Fach­kräf­te dual aus­ge­bil­det werden.

In den moder­ni­sier­ten Che­mie- und Labor­be­ru­fen wird die Zwi­schen­prü­fung dau­er­haft durch eine zwei­ge­teil­te Abschluss­prü­fung ersetzt. Durch mode­ra­te Prü­fungs­zei­ten und opti­mier­te Prü­fungs­in­stru­men­te sol­len so Kos­ten und Auf­wand redu­ziert und die Aus­sa­ge­fä­hig­keit der Abschluss­prü­fung „opti­miert“ werden.

Auch der Beruf des Foto­gra­fen wird moder­ni­siert. Die­se müs­sen foto­gra­fi­sche Kon­zep­te pro­fes­sio­nell umset­zen und dabei unter ande­rem auf Moti­ve, Far­ben und Beleuch­tung ach­ten. Die fort­schrei­ten­de Ent­wick­lung der digi­ta­len Foto­gra­fie ver­langt von ihnen zudem, Bil­der am Com­pu­ter zu bear­bei­ten, Bild­da­ten für den gewünsch­ten Zweck opti­mal auf­zu­be­rei­ten und aktu­el­le foto­recht­li­che Vor­schrif­ten zu beach­ten. Mit der neu­en Aus­bil­dung wer­den vier Schwer­punk­te gesetzt:

  • Por­trät­fo­to­gra­fie,
  • Pro­dukt­fo­to­gra­fie,
  • Indus­trie- und Archi­tek­tur­fo­to­gra­fie sowie
  • Wis­sen­schafts­fo­to­gra­fie.

Mit der Wis­sen­schafts­fo­to­gra­fie wird die Foto­gra­fen­aus­bil­dung um einen neu­en Bereich erwei­tert, der für Insti­tu­tio­nen aus For­schung, Leh­re und Doku­men­ta­ti­on – bei­spiels­wei­se an Muse­en, kri­mi­nal­tech­ni­sche Ein­rich­tun­gen oder Medi­en­zen­tren gro­ßer Kli­ni­ken inter­es­sant ist. Hier müs­sen ande­re Ver­fah­ren ein­ge­setzt wer­den wie Infra­rot- oder UV-Foto­gra­fie‑, um die wis­sen­schaft­li­che Arbeit zu unterstützen.