Neue Gold­mün­zen

Gold kommt nicht aus der Mode: Da die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land am 3. Okto­ber zum 25. Mal den Tag der Deut­schen Ein­heit fei­ert, wird neben einer Son­der­brief­mar­ke auch eine 25-Euro-Gedenk­mün­ze her­aus­ge­bracht.

Neue Gold­mün­zen

Nach Mit­tei­lung des Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums wird die Gedenk­mün­ze am 30. Sep­tem­ber 2015 vom Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Schäub­le in der Hes­si­schen Lan­des­ver­tre­tung in Ber­lin vor­ge­stellt. Auf einer Sei­te der Mün­ze ist eine Grup­pe von Men­schen dar­ge­stellt mit dem Auf­druck „Wir sind ein Volk“. Auf dem Münz­rand befin­den sich die Wor­te: "Einig­keit und Recht und Frei­heit". Ab dem 1. Okto­ber 2015 ist die Mün­ze aus Fein­sil­ber (Ag 999) in den Prä­ge­qua­li­tä­ten Stem­pel­glanz und Spie­gel­glanz erhält­lich. Wäh­rend man die Gedenk­mün­ze in Stem­pel­glanz bei Ban­ken und Spar­kas­sen erwer­ben kann, wird die Mün­ze in Spie­gel­glanz­qua­li­tät bei der Ver­kaufs­stel­le für Samm­ler­mün­zen der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land erhält­lich sein.

Eben­falls im Okto­ber wird das Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Finan­zen eine wei­te­re 100-Euro-Gold­mün­ze aus­ge­ben: "UNESCO Welt­erbe – Obe­res Mit­tel­rhein­tal". Die­se Serie mit Moti­ven von UNESCO-Welt­erbe­stät­ten in Deutsch­land ist im Jah­re 2003 begon­nen wor­den. Nun wird mit dem "Obe­ren Mit­tel­rhein­tal" die zwölf­te Aus­ga­be der 100-Euro-Gold­mün­zen aus Fein­gold erhält­lich sein.

Auf die­se Gold­mün­zen freu­en sich nicht nur Samm­ler, son­dern auch Gold­an­le­ger. Gera­de in wirt­schaft­lich unsi­che­ren Zei­ten ver­las­sen sich Vie­le eher auf Gold als Zah­lungs- und Anla­ge­mit­tel als auf diver­se Geld(papier)anlagen. Gold gilt als sta­bi­le Wert­an­la­ge. Pro­fes­sio­nel­le Bera­tung hier­zu bekom­men Inter­es­sier­te zum Bei­spiel hier. Der Ankaufs­wert von Gold­bar­ren oder Gold­mün­zen rich­tet sich nach dem Fein­gold­ge­halt (Karat). Als Anla­ge­gold ist nach einer EU-Richt­li­nie 1 Gold in Bar­ren­form und Plätt­chen­form fest­ge­legt. Dabei muss ein von den Gold­märk­ten akzep­tier­tes Gewicht und ein Fein­ge­halt von min­des­tens 995 Tau­sends­tel vor­han­den sein. Dar­über hin­aus gel­ten nach die­ser EU-Norm auch Gold­mün­zen als Anla­ge­gold, wenn sie einen Fein­ge­halt von wenigs­tens 900 Tau­sends­tel besit­zen.

Nicht jeder darf Gold­han­del betrei­ben. Der Han­del ist durch eine Anzahl von Vor­schrif­ten und Geset­zen regelmen­tiert. Sie zie­len beson­ders auf den Betrieb von Gold­an­kauf­stel­len ab. So ist der Gold­an­kauf nach der Gewer­be­ord­nung nicht geneh­mi­gungs­pflich­tig. Viel­mehr han­delt es sich um ein über­wa­chungs­be­dürf­ti­ges Gewer­be gemäß § 38 GewO. Das Gewer­be ist bei der zustän­di­gen Behör­de anzu­zei­gen, so dass die­se dar­auf­hin die Zuver­läs­sig­keit des Gewer­be­trei­ben­den anhand eines Füh­rungs­zeug­nis­ses und einer Aus­kunft aus dem Gewer­be­zen­tral­re­gis­ter über­prüft.

  1. EU-Richt­li­nie 98/​80/​EG des Rates vom 12. Okto­ber 1998 zur Ergän­zung des gemein­sa­men Mehr­wert­steu­er­sys­tems und zur Ände­rung der Richt­li­nie 77/​388/​EWG – Son­der­re­ge­lung für Anla­ge­gold[]