Novel­le des Che­mi­ka­li­en­rechts – REACH

Die Bun­des­re­gie­rung hat ein so genann­tes REACH-Anpas­sungs­ge­setz in den Bun­des­tag ein­ge­bracht. Damit soll das deut­sche Che­mi­ka­li­en­recht den euro­päi­schen Vor­ga­ben (Ver­ord­nung der EG Nr. 1907/​2006 des Euro­päi­schen Par­la­ments und des Rates) zur Regis­trie­rung, Bewer­tung, Zulas­sung und Beschrän­kung Che­mi­scher Stof­fe (REACH) ange­passt wer­den.

Novel­le des Che­mi­ka­li­en­rechts – REACH

Durch die REACH-Ver­ord­nung wird das Che­mi­ka­li­en­recht in der EU grund­le­gend neu geord­net und ver­ein­heit­licht. Mit dem Gesetz sol­len die erfor­der­li­chen recht­li­chen Vor­schrif­ten für den Voll­zug der Ver­ord­nung geschaf­fen und über­flüs­si­ge Vor­schrif­ten des Che­mi­ka­li­en­rechts auf­ge­ho­ben wer­den. Dadurch wird unter ande­rem gere­gelt, wel­che Behör­den bestimm­te Auf­ga­ben über­neh­men sol­len, wie Ver­stö­ße geahn­det und wie der Aus­tausch zwi­schen den Behör­den erfol­gen soll.

Der Bun­des­rat kri­ti­siert in sei­ner Stel­lung­nah­me, dass der Gesetz­ent­wurf den mit der REACH-Ver­ord­nung ver­bun­de­nen “Para­dig­men­wech­sel” für das deut­sche Che­mi­ka­li­en­recht “nur unzu­rei­chend” berück­sich­ti­ge. Er ver­weist dar­auf, dass eine Über­ar­bei­tung auch die spä­te­re Inte­gra­ti­on in ein neu­es Umwelt­ge­setz­buch erleich­te­re. So soll­ten bei­spiels­wei­se unter­schied­li­che Begriffs­be­stim­mun­gen im Che­mi­ka­li­en­ge­setz und in der REACH-Ver­ord­nung ver­mie­den wer­den. Außer­dem emp­fiehlt der Bun­des­rat eine Ver­ein­fa­chung der Abläu­fe, um unnö­ti­gen Ver­wal­tungs­auf­wand zu ver­mei­den.

In ihrer Gegen­äu­ße­rung ver­weist die Bun­des­re­gie­rung dar­auf, dass es sich bei dem Gesetz­ent­wurf ledig­lich um eine Novel­le des Che­mi­ka­li­en­rechts han­delt, das dar­auf abzielt, die Umset­zung der Kern­be­rei­che der REACH-Ver­ord­nung zu ermög­li­chen, die am 1. Juni 2008 in Kraft tritt. Damit die Ver­ord­nung recht­zei­tig in Kraft tre­ten kön­ne, soll­ten ande­re erfor­der­li­che Anpas­sun­gen des Che­mi­ka­li­en­rechts durch eigen­stän­di­ge Geset­zes­vor­ha­ben erfol­gen.