Par­al­lel­im­port eines Arz­nei­mit­tels

Stellt sich der Par­al­lel­im­port eines Arz­nei­mit­tels allein des­we­gen als rechts­wid­rig dar, weil die Vor­ab­infor­ma­ti­on des Mar­ken­in­ha­bers, die Vor­aus­set­zung für die Erschöp­fung gewe­sen wäre, unter­blie­ben ist, kommt im Rah­men der Scha­dens­be­rech­nung nach der Lizenz­ana­lo­gie ein ver­hält­nis­mä­ßig nied­ri­ger Ver­gü­tungs­satz in Betracht.

Par­al­lel­im­port eines Arz­nei­mit­tels

Der Par­al­lel­im­por­teur, der es ver­säumt, den Mar­ken­in­ha­ber vor­ab zu infor­mie­ren, und der des­we­gen eine Mar­ken­ver­let­zung begeht, kann – wenn der Mar­ken­in­ha­ber die­se Art der Scha­dens­be­rech­nung gewählt hat – ver­pflich­tet sein, den Gewinn aus dem Ver­trieb des par­al­lel­im­por­tier­ten Arz­nei­mit­tels voll­stän­dig her­aus­zu­ge­ben.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 29. Juli 2009 – I ZR 87/​07