Par­tei­spen­den – und die Per­son des Spen­ders

Für die nach § 25 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 PartG 1994 bzw. § 25 Abs. 2 Nr. 6 PartG 2002 erfor­der­li­che Fest­stel­lung der Iden­ti­tät des Spen­ders kommt es dann nicht auf die Kennt­nis einer zur Ent­ge­gen­nah­me, Ver­wal­tung und Ver­wen­dung der Spen­de berech­tig­ten Per­son im Zeit­punkt der Annah­me der Spen­de an, wenn die­se Per­son in kol­lu­si­vem Zusam­men­wir­ken mit dem Spen­der ihr Wis­sen gegen­über der Par­tei gezielt ver­birgt (Fort­ent­wick­lung der Senats­recht­spre­chung, vgl. Urteil vom 26. Juli 2006 – BVerwG 6 C 20.05BVerw­GE 126, 254 <271 f.>).

Par­tei­spen­den – und die Per­son des Spen­ders

Der auf § 48 Abs. 1 VwVfG i.V.m. § 23a Abs. 1 Satz 1 PartG 1994 gestütz­ten Rück­nah­me eines Beschei­des über die Gewäh­rung staat­li­cher Mit­tel steht nicht die zeit­li­che Gren­ze für die Prü­fungs­be­fug­nis des Prä­si­den­ten des Deut­schen Bun­des­ta­ges nach § 23a Abs. 1 Satz 3 i.V.m. § 24 Abs. 2 PartG 2002 ent­ge­gen.

Die in § 23b Abs. 2 Satz 1 PartG 2002 gere­gel­te Mög­lich­keit einer sank­ti­ons­be­frei­en­den Selbst­an­zei­ge besteht auch bei Ver­stö­ßen gegen die Annah­me oder Ver­öf­fent­li­chung von Spen­den, wenn die Sach­ver­hal­te vor Inkraft­tre­tung der Rege­lung abge­schlos­sen waren und daher noch auf der Grund­la­ge der frü­he­ren Rechts­la­ge durch (teil­wei­se) Rück­nah­me der betref­fen­den Beschei­de über die Gewäh­rung staat­li­cher Mit­tel nach § 48 Abs. 1 VwVfG i.V.m. § 23a Abs. 1 Satz 1 PartG 1994 zu sank­tio­nie­ren sind.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Urteil vom 25. April 2013 – 6 C 5.12