Personaldienstleistungskaufmann/​Personaldienstleistungskauffrau

Mit Beginn des neu­en Aus­bil­dungs­jah­res am 1. August 2008 gibt es mit dem Per­so­nal­dienst­leis­tungs­kauf­mann bzw.der Per­so­nal­dienst­leis­tungs­kauf­frau einen neu­en Aus­bil­dungs­be­ruf. Die Aus­bil­dung dau­ert drei Jah­re.

Personaldienstleistungskaufmann/​Personaldienstleistungskauffrau

Die Per­so­nal­dienst­leis­tungs­bran­che, auch bekannt als Zeit­ar­beits­bran­che, boomt mit einem Bran­chen­wachs­tum von rd. 19 % seit eini­gen Jah­ren. So sind z. B. durch Out­sour­cing von Per­so­nal­auf­ga­ben sei­tens der Unter­neh­men für die Zeit­ar­beits­bran­che neue Arbeits­fel­der ent­stan­den. Auch vor dem Hin­ter­grund der sich ändern­den Arbeits­be­din­gun­gen und zu erwar­ten­der Per­so­nal­knapp­heit auf­grund des demo­gra­fi­schen Wan­dels erhält sie immer grö­ße­re Bedeu­tung. Daher benö­ti­gen Per­so­nal­dienst­leis­tungs­un­ter­neh­men, aber auch Per­so­nal­ab­tei­lun­gen gro­ßer Betrie­be zuneh­mend Per­so­nal­ex­per­ten, die die gesam­te Pro­zess­ket­te – von der Mit­ar­bei­ter­ge­win­nung über die Mit­ar­bei­ter­dis­po­si­ti­on und -betreu­ung bis hin zur Been­di­gung von Arbeits­ver­hält­nis­sen – von der Pike auf gelernt haben und auch die beson­de­ren Anfor­de­run­gen der Arbeit­neh­mer­über­las­sung beherr­schen.

Mit dem neu­en 3‑jährigen Aus­bil­dungs­be­ruf Per­so­nal­dienst­leis­tungs­kauf­mann /​Per­so­nal­dienst­leis­tungs­kauf­frau gibt es nun erst­mals einen dua­len Aus­bil­dungs­be­ruf, der jun­ge Men­schen gezielt auf die­se beson­de­ren Her­aus­for­de­run­gen vor­be­rei­tet. Damit wird einer­seits dem drin­gen­den Bedarf nach pass­ge­nau aus­ge­bil­de­tem Per­so­nal für den Bereich Per­so­nal­dienst­leis­tun­gen Rech­nung getra­gen, ande­rer­seits aber auch ein Bei­trag zur wei­te­ren Pro­fes­sio­na­li­sie­rung der Bran­che geleis­tet.

Nach Erhe­bun­gen der Bran­che wer­den zahl­rei­che Per­so­nal­dienst­leis­tungs­un­ter­neh­men nun erst­ma­lig aus­bil­den. Allein in der Zeit­ar­beits­bran­che ist mit rd. 1.000 neu­en Aus­bil­dungs­plät­zen pro Jahr zu rech­nen. Dar­über hin­aus kön­nen nun auch ande­re Unter­neh­men der Wirt­schaft in die­sem Bereich qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal aus­bil­den, so dass die Schaf­fung neu­er Aus­bil­dungs­plät­ze in spür­ba­rem Umfang zu erwar­ten ist.