Pri­mär­rechts­schutz bei Ver­ga­ben unter dem Schwel­len­wert

Nach­dem das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt Anfang Mai 2007 ent­schie­den hat, dass Kon­kur­ren­ten­strei­tig­kei­ten in unter­halb des Schwel­len­wer­tes lie­gen­den Ver­ga­be­ver­fah­ren vor die ordent­li­chen Gerich­te und nicht vor die Ver­wal­tungs­ge­rich­ten gehö­ren, zei­gen sich jetzt in einer ers­ten bekannt gewor­de­nen Ent­schei­dung eines Land­ge­richts die Fol­gen: Wur­de bis­her den im Ver­ga­be­ver­fah­ren unter­le­ge­nen Kon­kur­ren­ten von den Ver­wal­tungs­ge­rich­ten vor­läu­fi­ger Rechts­schutz gewährt, ist dies im Ver­fah­ren vor den ordent­li­chen Gerich­ten im Regel­fall nicht mehr mög­lich, dort bleibt daher oft­mals nur die Mög­lich­keit, die vor­geb­li­che fal­sche Ver­ga­be­ent­schei­dung zu dul­den und spä­ter dann Scha­dens­er­satz­an­sprü­che gel­tend zu machen.

Pri­mär­rechts­schutz bei Ver­ga­ben unter dem Schwel­len­wert

Ein Unter­las­sungs­an­spruch aus § 3 UWG oder § 823 Abs. 2, § 1004 BGB ana­log kommt dage­gen nur dann in Betracht, wenn die Ver­ga­be­stel­le vor­sätz­lich rechts­wid­rig oder sonst in unred­li­cher Absicht oder will­kür­lich gehan­delt hat (Art. 3 GG).

Land­ge­richt Bad Kreuz­nach, Beschluss vom 06. Juni 2007 – 2 O 198/​07
[via ibr-online]