Recht­li­che Schran­ken beim Ein­satz eines Detek­tivs

Das Bild, wel­ches die meis­ten von uns von einem Pri­vat­de­tek­tiv haben, ist wahr­schein­lich stark von Sher­lock Hol­mes Roma­nen oder den zahl­rei­chen Kri­mis, in denen Detek­ti­ve in span­nen­de und ver­zwick­te Kri­mi­nal­fäl­le ver­wi­ckelt wer­den, geprägt. Die Arbeit eines rea­len Detek­tivs ist jedoch meist etwas weni­ger gla­mou­rös, aber Beschat­tun­gen und Abhö­run­gen gehö­ren auch zu sei­nem regel­mä­ßi­gen Arbeits­all­tag. Vie­len kommt jedoch die Fra­ge, ob die Daten, die sich Detek­ti­ve auf die­se Wei­se beschaf­fen, eigent­lich auch rechts­kräf­tig sind.

Recht­li­che Schran­ken beim Ein­satz eines Detek­tivs

Die Arbeit eines Detek­tivs fällt in den Bereich des pri­va­ten Sicher­heits­ge­wer­bes und Grün­de für die Kon­sul­tie­rung eines sol­chen kön­nen zahl­reich sein. Bei­spiels­wei­se, wenn ein Ver­dacht noch nicht kon­kret genug ist, als dass man die Poli­zei schon ein­schal­ten möch­te. Eben­so kann ein vom Gericht abge­schlos­se­ner Pro­zess, des­sen Ver­ur­teil­ter jedoch beteu­ert nicht schul­dig zu sein, ein Anlass sein. So kann in die­sem Fall der Detek­tiv wei­ter ermit­teln und even­tu­ell Bewei­se zu Tage för­dern, die eine Wie­der­auf­nah­me des Fal­les ermög­li­chen. Oder aber man möch­te etwas ohne die Hin­zu­zie­hung von öffent­li­chen Ein­rich­tun­gen lösen.

Die Schwie­rig­keit bei der Bezeich­nung Detek­tiv liegt dar­in, dass es sich dabei um kei­nen geschütz­ten Titel han­delt, das heißt, es kann sich eigent­lich jeder so nen­nen. Aus die­sem Grund for­dern Berufs­ver­bän­de wie zum Bei­spiel der Bun­des­band Deut­scher Detek­ti­ve, dass ein fach­li­cher Nach­weis von den­je­ni­gen, die sich so bezeich­nen, gefor­dert wer­den soll. Jedoch gibt es dies bis­her nicht, sodass sol­che Prü­fun­gen von Unter­neh­men und Mit­ar­bei­tern bis jetzt höchs­tens für die Mit­glie­der der ent­spre­chen­den Arbei­ter­ver­bän­de zwin­gend sind.

Kon­kre­te recht­li­che Schran­ken für Pri­va­ter­mitt­ler

Da ein Pri­vat­de­tek­tiv kein öffent­li­ches Amt inne­hat, ste­hen im schluss­fol­gernd auch nicht die ent­spre­chen­den Befug­nis­se zu. Er bleibt wäh­rend sei­ner Ermitt­lun­gen stets Pri­vat­per­son. Die Gren­zen ent­ste­hen vor allem durch das Straf­ge­setz, eben­so durch das Bun­des­da­ten­schutz­ge­setz, wenn der pri­va­te Ermitt­ler vor­hat, die Daten an Drit­te wei­ter­zu­ge­ben oder sie zu spei­chern. Des Wei­te­ren ist das Per­sön­lich­keits­recht der zu beob­ach­ten­den Per­so­nen zu wah­ren. Dazu gehö­ren die per­sön­li­che Ehre, das Recht am eige­nen Bild und gespro­che­nen Wort, sowie die Pri­vats- und Intim­sphä­re. Betrach­tet man bei­spiels­wei­se das Über­wa­chen eines Arbeit­neh­mers durch den Arbeits­ge­ber wäh­rend einer Krank­schrei­bung, so ist dies nur dann legi­tim, wenn beson­de­re Grün­de für die­ses Inter­es­se des Arbeits­ge­bers bestehen.

Berei­che, in denen nun Pri­vat­de­tek­ti­ve zum Ein­satz kom­men, sind bei­spiels­wei­se in der Wirt­schaft­kri­mi­na­li­tät. Hier fin­den sie vor allem des­halb Ein­satz, weil sie dis­kre­ter und fle­xi­bler als die Poli­zei sein kön­nen. Der Haupt­ein­satz­be­reich von pri­va­ten Ermitt­lern ist jedoch im Ver­si­che­rungs­be­trug. Dazu gehört, um nur ein Bei­spiel zu nen­nen, das Vor­täu­schen einer Krank­heit, wäh­rend der wei­ter­hin Gehalt bezo­gen wird. Oder die Fest­stel­lung einer Berufs­un­fä­hig­keit. Ver­si­che­run­gen haben meist nicht die Mit­tel um eine Prü­fung die­ser in die Wege zu lei­ten, daher kom­men hier gern Detek­ti­ve zum Ein­satz. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu Ein­satz­be­rei­chen von die­sen fin­den Sie zum Bei­spiel unter lentz-detektei.de.