Rechts­an­walt nach Aus­lands­stu­di­um

Der Zugang zum Beruf des Rechts­an­walts rich­tet sich nicht nach der Richt­li­nie 2005/​36/​EG des Euro­päi­schen Par­la­ments und des Rates vom 7. Sep­tem­ber 2005 über die Aner­ken­nung von Berufs­qua­li­fi­ka­tio­nen 1, son­dern, wie der Bun­des­ge­richts­hof jetzt beton­te, nach den beson­de­ren EG-Richt­li­ni­en über den frei­en Dienst­leis­tungs­ver­kehr der Rechts­an­wäl­te und die stän­di­ge Aus­übung des Rechts­an­walts­be­rufs in ande­ren Mit­glied­staa­ten.

Rechts­an­walt nach Aus­lands­stu­di­um

Aus der Nie­der­las­sungs­frei­heit kann sich zuguns­ten des­je­ni­gen, der in einem Mit­glied­staat einen Hoch­schul­ab­schluss erwor­ben hat, unter bestimm­ten Bedin­gun­gen ein Anspruch auf Zugang zur Wei­ter­qua­li­fi­ka­ti­on erge­ben 2. Dem­je­ni­gen, der in einem Mit­glied­staat einen der ers­ten juris­ti­schen Prü­fung ver­gleich­ba­ren Abschluss erwor­ben hat, eröff­net die­se Frei­heit aber auch nach die­ser Mor­gen­besser-Ent­schei­dung des EuGH kei­nen unmit­tel­ba­ren Zugang zum Rechts­an­walts­be­ruf.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 16. März 2009 – AnwZ (B) 31/​08

  1. ABl. EG Nr. L 255 S. 22[]
  2. vgl. EuGH, Urteil vom 13. Novem­ber 2003, Rs. C‑313/​01, Slg. I S. 13467 = EuZW 2004, 61 – Mor­gen­besser[]