Rück­nah­me einer vor­läu­fi­gen Appro­ba­ti­on als Psy­cho­lo­gi­scher Psy­cho­the­ra­peut

Jeden­falls im August 1999 durf­te eine Appro­ba­ti­ons­be­hör­de einem Bewer­ber, der über kein abge­schlos­se­nes Stu­di­um der Psy­cho­lo­gie ver­füg­te, kei­ne "vor­läu­fi­ge Appro­ba­ti­on" als Psy­cho­lo­gi­scher Psy­cho­the­ra­peut (mehr) ertei­len. Eine den­noch erteil­te "vor­läu­fi­ge Appro­ba­ti­on", die zudem den Zeit­punkt ihres Erlö­schens nicht genau bezeich­ne­te, ist nach einer aktu­el­len Ent­schei­dung des Nie­der­säch­si­schen Ober­ver­wal­tungs­ge­richts in Lüne­burg rechts­wid­rig und in ent­spre­chen­der Anwen­dung von § 3 Abs. 1 Satz 1 PsychThG zurück­zu­neh­men.

Rück­nah­me einer vor­läu­fi­gen Appro­ba­ti­on als Psy­cho­lo­gi­scher Psy­cho­the­ra­peut

Bestrei­tet der Inha­ber einer sol­chen "vor­läu­fi­gen Appro­ba­ti­on" das Erlö­schen und lässt sich wegen der man­geln­den Bestimmt­heit der "vor­läu­fi­gen Appro­ba­ti­on" der genaue Zeit­punkt ihres Erlö­schens nicht sicher fest­stel­len, so ist zur Klar­stel­lung auch eine Rück­nah­me einer ggf. bereits unwirk­sam gewor­de­nen "vor­läu­fi­gen Appro­ba­ti­on" zuläs­sig.

Spä­tes­tens im April 2005 konn­te, so das Nie­der­säch­si­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt, auf den Fort­be­stand einer in Nie­der­sach­sen erteil­ten "vor­läu­fi­gen Appro­ba­ti­on" nicht mehr schutz­wür­dig ver­traut wer­den.

Nie­der­säch­si­sches Ober­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 29. Juni 2009 -8 LC 1/​09