Rund­funk­ge­büh­ren für inter­net­fä­hi­ge PCs in der Büro­ge­mein­schaft

Die Mit­glie­der einer Bü­ro­ge­mein­schaft wer­den nach § 5 Abs. 3 RGebStV je­weils ein­zeln auf die Vor­aus­set­zun­gen als Rund­funk­teil­neh­mer ge­prüft; das bei einem Mit­glied vor­han­de­ne Rund­funk­emp­fangs­ge­rät wirkt nicht be­frei­end für die an­de­ren. Dem­ge­gen­über schlie­ßen sich bei einer Be­rufs­aus­übungs­ge­mein­schaft meh­re­re Mit­glie­der einer Be­rufs­grup­pe zu einer wirt­schaft­li­chen und or­ga­ni­sa­to­ri­schen Ein­heit mit der Fol­ge zu­sam­men, dass nicht die ein­zel­nen Mit­glie­der, son­dern die Ge­mein­schaft Rund­funk­teil­neh­me­rin ist.

Rund­funk­ge­büh­ren für inter­net­fä­hi­ge PCs in der Büro­ge­mein­schaft

Wie das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt bereits 1 ent­schie­den hat, kommt es für die in § 5 Abs. 3 RGebStV nor­mier­te Ge­büh­ren­be­frei­ung nach der Ge­set­zes­sys­te­ma­tik er­kenn­bar nur auf das Vor­han­den­sein ei­ge­ner (Erst-)Ge­rä­te an. Daher ist es un­er­heb­lich, ob etwa auf dem Grund­stück, auf dem sich die Kanz­lei des Klä­gers be­fin­det, noch von an­de­ren Per­so­nen Rund­funk­emp­fangs­ge­rä­te (resp. im ent­schie­de­nen Fall inter­net­fä­hi­ge PCs) be­reit­ge­hal­ten wer­den. An die­ser Recht­spre­chung hält das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt fest.

Bei anwalt­li­chen Büro­ge­mein­schaf­ten einer­seits und Büro­aus­übungs­ge­mein­schaf­ten ande­rer­seits han­delt es sich um zwei unter­schied­li­che Ver­gleichs­grup­pen, deren Ungleich­be­hand­lung nicht zu einem Ver­stoß gegen Art. 3 Abs. 1 GG führt.Die Mit­glie­der einer Büro­ge­mein­schaft wer­den nach § 5 Abs. 3 RGebStV jeweils ein­zeln auf die Vor­aus­set­zun­gen als Rund­funk­teil­neh­mer geprüft; das bei einem Mit­glied vor­han­de­ne Rund­funk­emp­fangs­ge­rät wirkt nicht befrei­end für die ande­ren. Dem­ge­gen­über schlie­ßen sich bei einer Berufs­aus­übungs­ge­mein­schaft meh­re­re Mit­glie­der einer Berufs­grup­pe zu einer wirt­schaft­li­chen und orga­ni­sa­to­ri­schen Ein­heit mit der Fol­ge zusam­men, dass nicht die ein­zel­nen Mit­glie­der, son­dern die Gemein­schaft Rund­funk­teil­neh­me­rin ist.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 29. März 2012 – 6 B 1.12

  1. BVerwG, Ureil vom 27.10.2010 – 6 C 12.09[]