Schwarz­wäl­der Schin­ken

Schwarz­wäl­der Schin­ken muss im Schwarz­wald geschnit­ten und ver­packt wer­den.

Schwarz­wäl­der Schin­ken

Der Schutz­ver­band der Schwarz­wäl­der Schin­ken­her­stel­ler hat bean­tragt, die Bedin­gun­gen für die Benut­zung der geschütz­ten geo­gra­phi­schen Anga­be „Schwarz­wäl­der Schin­ken“ dahin­ge­hend zu ändern, dass Schwarz­wäl­der Schin­ken, der fer­tig geschnit­ten und ver­packt in den Han­del kommt, im Schwarz­wald geschnit­ten und ver­packt wer­den muss. Hier­ge­gen hat­ten drei Fir­men Ein­spruch erho­ben, dar­un­ter ein grö­ße­rer Fleisch­ver­ar­bei­tungs­be­trieb, der zwar im Schwarz­wald Schin­ken pro­du­ziert, die­sen jedoch neben ande­ren Pro­duk­ten zen­tral in Nord­deutsch­land schnei­det und ver­packt.

Das Deut­sche Patent- und Mar­ken­amt hat­te den Ände­rungs­an­trag des Schutz­ver­ban­des zurück­ge­wie­sen, weil es der Auf­fas­sung war, dass eine der­ar­ti­ge Beschrän­kung der Ver­mark­tungs­be­din­gun­gen für Schwarz­wäl­der Schin­ken nichtm hin­rei­chend gerecht­fer­tigt sei. Dem­ge­gen­über ent­schied nun das Bun­des­pa­tent­ge­richts, dass die Echt­heit von geschnit­te­nem und ver­pack­tem Schwarz­wäl­der Schin­ken nur dann hin­rei­chend gewähr­leis­tet sei, wenn die genann­ten Ver­ar­bei­tungs­schrit­te im Schwarz­wald durch­ge­führt wer­den und dies vor Ort kon­trol­liert wer­den kann.

Bun­des­pa­tent­ge­richt, Beschluss vom 13. Okto­ber 2011 – 30 W (pat) 33/​09