Schwei­ne­grip­pe – Patent

Das Bun­des­pa­tent­ge­richt hat ein Patent für eine wesent­li­che Schwei­ne­grip­pe-Impf­stoff-Kom­po­nen­te für nich­tig erklärt.

Schwei­ne­grip­pe – Patent

Das Bun­des­pa­tent­ge­richt hat­te über drei Kla­gen von Unter­neh­men der Gla­x­oS­mit­h­Kli­ne-Unter­neh­mens­grup­pe zu ent­schei­den. Gegen­stand der Kla­gen des füh­ren­den Phar­ma-Kon­zerns Groß­bri­tan­ni­ens war ein Patent des Kon­kur­ren­ten Novar­tis aus der Schweiz. Bei dem Patent DD 294 633 von Novar­tis han­delt es sich um ein Adju­vans mit immun­ver­stär­ken­der Wir­kung, das eine für die phar­ma­ko­lo­gi­sche Wir­kung von Grip­pe-Impf­stof­fen wesent­li­che Kom­po­nen­te dar­stellt. Die­ses Patent wur­de für nich­tig erklärt.

Hin­ter­grund der Nich­tig­keits­kla­ge war, dass Novar­tis aus dem Streit­pa­tent gegen Gla­x­oS­mit­h­Kli­ne wegen der Her­stel­lung des Impf­stoffs „Pan­dem­rix“ vor­geht, von dem das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit und die Bun­des­län­der Ende 2007 zur Abwehr einer befürch­te­ten Influ­en­za-Pan­de­mie Impf­do­sen für rund 567 Mil­lio­nen Euro bestellt hat­ten. Dabei wur­den 133 Mil­lio­nen Euro ein­ge­spart, da aus ver­schie­de­nen Grün­den weni­ger Dosen des Impf­stoffs benö­tigt wur­den als ursprüng­lich bestellt wor­den sind.

Bun­des­pa­tent­ge­richt, Urteil vom 29. April 2014 – 3 Ni 13/​13