Selb­stän­dig als Fami­li­en­pfle­ger – was ist zu beach­ten?

Der Weg in die Selbst­stän­dig­keit für einen erfah­re­nen Haus- und Fami­li­en­pfle­ger geht über die Grün­dung eines eigen­stän­di­gen ambu­lan­ten Pfle­ge­diens­tes. Neben erfolg­rei­cher Prü­fung zum Haus- und Fami­li­en­pfle­ger und einer Berufs­er­fah­rung von min­des­tens 2 Jah­ren (1 Jahr im ambu­lan­ten Bereich) in den letz­ten 5 Jah­ren, dem Füh­rer­schein sowie einem Gesund­heits­zeug­nis und einer Imp­fung gegen Hepa­ti­tis sind noch eini­ge büro­kra­ti­sche Hür­den zu neh­men.

Selb­stän­dig als Fami­li­en­pfle­ger – was ist zu beach­ten?

Kos­ten und Ver­si­che­run­gen nach einer Exis­tenz­grün­dung als Fami­li­en­pfle­ger

Für eine erfolg­rei­che Exis­tenz­grün­dung sind nicht nur die Per­so­nal­kos­ten zu beach­ten, son­dern auch die not­wen­di­ge Sozi­al­ver­si­che­rung für Selbst­stän­di­ge, die Betriebs- und Berufs­haft­pflicht­ver­si­che­rung, Sach­kos­ten wie Mie­te der Geschäfts­räu­me und Aus­ga­ben für Trans­port­mit­tel und Wer­bung.

Vor­aus­set­zun­gen für eine Selbst­stän­dig­keit als Fami­li­en­pfle­ger

Für die Selbst­stän­dig­keit gilt es gewis­se Bedin­gun­gen zu erfül­len. So soll­te der Pfle­ge­dienst die Ver­sor­gung im Ein­satz­ge­biet gewähr­leis­ten kön­nen, über eige­ne Geschäfts­räu­me ver­fü­gen, stän­dig erreich­bar sein und min­des­tens 4 wei­te­re Pfle­ge­kräf­te beschäf­ti­gen.

Gesetz­li­che Bestim­mun­gen

Jetzt gel­ten die Bestim­mun­gen des Pfle­geVG, des Pfle­ge­ver­si­che­rungs­ge­set­zes, sowohl für den Pfle­ge­be­dürf­ti­gen als auch für den Pfle­ge­dienst.

Grund­sätz­li­che Zulas­sungs­vor­aus­set­zun­gen

Um die not­wen­di­ge Zulas­sung als ambu­lan­ter Pfle­ge­dienst zu erhal­ten, muss der medi­zi­ni­sche Dienst der Kran­ken­kas­sen, der MDK, erst prü­fen, ob der zukünf­ti­ge selbst­stän­di­ge Pfle­ge­dienst qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Pfle­ge dau­er­haft und wirt­schaft­lich erbrin­gen kann. Erst dann wird ein Ver­sor­gungs- und Ver­gü­tungs­ver­trag mit der Pfle­ge­kas­se, die Zulas­sung, mög­lich.

Fort­ge­setz­te Zulas­sungs­vor­aus­set­zun­gen

Wei­te­re Zulas­sungs­vor­aus­set­zun­gen unter­schei­den sich von Bun­des­land zu Bun­des­land. Aber für einen guten Start soll­ten Qua­li­fi­ka­ti­ons­nach­wei­se des Per­so­nals, ein aktu­el­ler Aus­zug aus dem Bun­des­zen­tral­re­gis­ter der Gene­ral­bun­des­an­walt­schaft für den Lei­ter des Pfle­ge­diens­tes, eine Anzei­ge über die Auf­nah­me der Tätig­keit, eine Bestä­ti­gung über die Mit­glied­schaft in der Berufs­ge­nos­sen­schaft, Nach­wei­se über die Ver­si­che­run­gen, Aus­bil­dun­gen und Wei­ter­bil­dungs­maß­nah­men sowie dem Aus­zug aus dem Han­dels­re­gis­ter bei Antrag auf Zulas­sung bereits vor­lie­gen.

Die­ser Fach­bei­trag wur­de vom Lexi­kon zur Exis­tenz­grün­dung zur Ver­fü­gung gestellt.