Son­nen­schutz­mit­tel als patent­fä­hi­ge Pro­blem­lö­sung

Als Aus­gangs­punkt für die Prü­fung auf erfin­de­ri­sche Tätig­keit ist nicht aus­schließ­lich auf die der Beschrei­bung des Streit­pa­tents zu ent­neh­men­de "Auf­ga­be" abzu­stel­len; es ist viel­mehr auch zu erwä­gen, ob die Bewäl­ti­gung eines zum Auf­ga­ben­kreis des Fach­manns gehö­ren­den (ande­ren) Pro­blems des­sen Lösung nahe­ge­legt hat 1.

Son­nen­schutz­mit­tel als patent­fä­hi­ge Pro­blem­lö­sung

Der Patent­an­spruch, auf den das Euro­päi­sche Patent­amt im euro­päi­schen Beschrän­kungs­ver­fah­ren (Art. 105a, Art. 105b EPÜ) das Patent beschränkt hat, kann im Nich­tig­keits­ver­fah­ren man­gels eines ein­schlä­gi­gen Nich­tig­keits­grunds eben­so wenig auf das Erfor­der­nis der Klar­heit (Art. 84 EPÜ) geprüft wer­den wie die Patent­an­sprü­che des erteil­ten Patents.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 1. März 2011 – X ZR 72/​08 – kos­me­ti­sches Son­nen­schutz­mit­tel III

  1. Fort­füh­rung von BGH, Urteil vom 12. Febru­ar 2003 – X ZR 200/​99, GRUR 2003, 693 – Hoch­druck­rei­ni­ger[]