Spei­che­rung von Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons-Ver­kehrs­da­ten

Die Bun­des­netz­agen­tur und der Bun­des­be­auf­trag­te für den Daten­schutz und die Infor­ma­ti­ons­frei­heit haben einen gemein­sam ent­wi­ckel­ten Leit­fa­den für eine daten­schutz­ge­rech­te Spei­che­rung von Ver­kehrs­da­ten bei Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­an­bie­tern vor­ge­stellt. Der Leit­fa­den soll den Anbie­tern von Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­diens­ten eine grö­ße­re Rechts­si­cher­heit bei der Spei­che­rung von Ver­kehrs­da­ten ver­schaf­fen. Hier­zu wird im Leit­fa­den klar­ge­stellt, wel­che betrieb­li­chen Spei­cher­fris­ten für Ver­kehrs­da­ten von den Auf­sichts­be­hör­den im Regel­fall als ange­mes­sen ange­se­hen wer­den.

Spei­che­rung von Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons-Ver­kehrs­da­ten

Ver­kehrs­da­ten geben Infor­ma­tio­nen dar­über, wer wann mit wem tele­fo­niert hat. Oft sind wei­te­re Infor­ma­tio­nen ent­hal­ten, etwa beim Han­dy die Stand­ort­da­ten (Cell-ID) oder die Seri­en­num­mer des Han­dys (IMEI). Ver­kehrs­da­ten wer­den nicht nur für die Abrech­nung mit den Kun­den benö­tigt, son­dern auch für ande­re Zwe­cke. Sie kön­nen zur Besei­ti­gung von tech­ni­schen Stö­run­gen erfor­der­lich sein und wer­den bei Tele­fon­ge­sprä­chen von Kun­den zwei­er unter­schied­li­cher Netz­be­trei­ber für die Abrech­nung zwi­schen die­sen Netz­be­trei­bern benö­tigt. Der Leit­fa­den soll hier zu einer daten­schutz­ge­rech­ten und ein­heit­li­chen Aus­le­gung des TKG – und der dar­in ent­hal­te­nen gesetz­li­chen Vor­ga­ben für die Spei­che­rung von Ver­kehrs­da­ten, wie z. B. zur Abrech­nung mit den Kun­den, zur Abrech­nung mit ande­ren betei­lig­ten Netz­be­trei­bern oder zur Besei­ti­gung von tech­ni­schen Stö­run­gen – füh­ren.

Im Ein­zel­nen trifft der Leit­fa­den für die Spei­che­rung von Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons-Ver­kehrs­da­ten fol­gen­de Vor­ga­ben:

[sli­der title="Telefondienst und SMS – Spei­che­rung für Abrech­nungs­zwe­cke" hint="Verkehrsdatenspeicherung bei Tele­fon und SMS zu Abrech­nungs­zwe­cken" group=A]

Spei­cher­ka­te­go­rie Rechts­grund­la­ge Max. Spei­cher­dau­er Daten­schutz­ge­rech­te Aus­le­gung Daten­fel­der
Ent­gelt­pflich­tig, abge­hend § 97 Abs. 3 Satz 2 TKG Max. 6 Mona­te nach Rech­nungs­ver­sand In der Regel wer­den 3 Mona­te nach Rech­nungs­ver­sand (s. auch Bean­stan­dungs­frist in § 45i Abs. 1 TKG) als aus­rei­chend ange­se­hen. Wenn nach­voll­zieh­ba­re Grün­de vor­lie­gen, kön­nen die Daten län­ger gespei­chert wer­den. A‑, B‑Rufnummer, Zeit, IMSI
Ent­gelt­pflich­tig, abge­hend, Stand­ort­ab­hän­gi­ger Tarif § 97 Abs. 3 Satz 2 TKG Max. 6 Mona­te nach Rech­nungs­ver­sand In der Regel wer­den 3 Mona­te nach Rech­nungs­ver­sand (s. auch Bean­stan­dungs­frist in § 45i Abs. 1 TKG) als aus­rei­chend ange­se­hen. Wenn nach­voll­zieh­ba­re Grün­de vor­lie­gen, kön­nen die Daten län­ger gespei­chert wer­den. A‑, B‑Rufnummer, Zeit, Cell-ID, ggf. IMSI
Frei­vo­lu­men, danach ent­gelt­pflich­tig § 97 Abs. 3 Satz 2 TKG Max. 6 Mona­te nach Rech­nungs­ver­sand Die­se Daten kön­nen wie die Daten von ent­gelt­pflich­ti­gen Ver­bin­dun­gen gespei­chert wer­den, da die Frei­mi­nu­ten bzw. Frei-SMS die Ent­gelt­pflicht der wei­te­ren Ver­bin­dun­gen begründen.ggf. A‑, B‑Rufnummer, Zeit, ggf. IMSI, wenn für Abrech­nung erfor­der­lich auch Cell-ID
Pau­schal abge­gol­ten (Flat­rate) § 97 Abs. 3 Satz 3 TKG Unver­züg­li­che Löschung nach Ermitt­lung der Abrech­nungs­ir­rele­vanz Unver­züg­li­che Löschung nach Ermitt­lung der Abrech­nungs­ir­rele­vanz (je nach sys­te­mi­scher Aus­ge­stal­tung spä­tes­tens bei Rech­nungs­er­stel­lung). Kei­ne Daten
Pau­schal abge­gol­ten (Flat­rate), Kun­den­wunsch auf EVN § 99 Abs. 1 Satz 1, 2. Halb­satz TKG Bis zur Erstel­lung des EVN Unver­züg­li­che Löschung nach Erstel­lung des EVN. A‑, B‑Rufnummer, Zeit, ggf. IMSI
Nicht ent­gelt­pflich­tig (z.B. 0800) § 97 Abs. 3 Satz 3 TKG Unver­züg­li­che Löschung nach Ermitt­lung der Abrech­nungs­ir­rele­vanz Unver­züg­li­che Löschung nach Ermitt­lung der Abrech­nungs­ir­rele­vanz. Kei­ne Daten
Ankom­mend und ent­gelt­lich (z.B. Roa­ming, R‑Gespräch) § 97 Abs. 3 Satz 2 TKG Max. 6 Mona­te nach Rech­nungs­ver­sand In der Regel wer­den 3 Mona­te nach Rech­nungs­ver­sand (s. auch Bean­stan­dungs­frist in § 45i Abs. 1 TKG) als aus­rei­chend ange­se­hen. Wenn nach­voll­zieh­ba­re Grün­de vor­lie­gen, kön­nen die Daten län­ger gespei­chert wer­den. A‑, B‑Rufnummer, Zeit, ggf. IMSI, wenn erfor­der­lich Cell-ID
Ankom­mend und unent­gelt­lich. § 97 Abs. 3 Satz 3 TKG Unver­züg­li­che Löschung nach Ermitt­lung der Abrech­nungs­ir­rele­vanz Unver­züg­li­che Löschung nach Ermitt­lung der Abrech­nungs­ir­rele­vanz. Kei­ne Daten
Ver­bin­dungs­ver­su­che Kei­ne Rechts­grund­la­ge Kei­ne Spei­che­rung zuläs­sig. Kei­ne Daten
Nicht abrech­nungs­fä­hi­ge Daten (auf­grund feh­len­der Zuord­nungs­mög­lich­keit, z.B. zu ent­spre­chen­den Bestands­da­ten) § 97 Abs. 3 Satz 1 TKG Unver­züg­li­che Ermitt­lung der für die Abrech­nung erfor­der­li­chen Daten In der Regel wer­den 3 Mona­te als aus­rei­chend ange­se­hen. Wenn nach­voll­zieh­ba­re Grün­de vor­lie­gen, kön­nen die­se Daten bis zu 12 Mona­te gespei­chert wer­den. A‑, B‑Rufnummer, Zeit, ggf. Cell-ID, IMSI
Bestrit­te­ne For­de­run­gen § 97 Abs. 3 Satz 4 TKG Bei bestrit­te­nen For­de­run­gen dür­fen die Ver­kehrs­da­ten bis zur abschlie­ßen­den Klä­rung der Ein­wen­dun­gen gespei­chert wer­den. A‑, B‑Rufnummer, Zeit, ggf. IMSI, wenn für Abrech­nung erfor­der­lich auch Cell-ID

Die Spei­che­rung der Ver­kehrs­da­ten betrifft sowohl Post­paid- als auch Pre­paid­diens­te. Bei Pre­paid­diens­ten ist ein fik­ti­ves Rech­nungs­da­tum anzu­neh­men, und zwar ent­we­der der Tag, an dem das Gespräch geführt wur­de, oder eine vir­tu­el­le Monats­ab­rech­nung.

Anmer­kung zu den Daten­fel­dern: Tech­ni­sche Para­me­ter, die kei­ne sen­si­blen Anga­ben ent­hal­ten, z. B. die Lei­tungs­füh­rung zu ande­ren Anbie­tern, dür­fen zusätz­lich in den Daten­fel­dern ent­hal­ten sein, ohne dass die­se in der Tabel­le geson­dert erwähnt wer­den. Zu den sen­si­blen Anga­ben gehö­ren etwa Stand­ort­an­ga­ben (Cell-ID) oder die IMEI. Sofern bei den Daten­fel­dern der Begriff "Zeit" ver­wen­det wird, meint er Beginn und Ende (oder Beginn und Dau­er) einer Ver­bin­dung bzw. Sen­de­zeit­punkt einer SMS nach Datum und Uhr­zeit.

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[sli­der title="Telefondienst und SMS – Spei­che­rung für sons­ti­ge Zwe­cke" hint="Verkehrsdatenspeicherung bei Tele­fon und SMS zu sons­ti­gen Zwe­cken" group=A]

Spei­cher­ka­te­go­rie Rechts­grund­la­ge Max. Spei­cher­dau­er Daten­schutz­ge­rech­te Aus­le­gung Daten­fel­der
Inter­con­nec­tion (Abrech­nung mit ande­ren Diens­te­an­bie­tern) § 97 Abs. 4 TKG Soweit erfor­der­lich, max. 6 Mona­te nach Rech­nungs­ver­sand (Frist ana­log zu § 97 Abs. 3 TKG) In der Regel wer­den 3 Mona­te nach Rech­nungs­ver­sand als aus­rei­chend ange­se­hen. Ver­trä­ge mit län­ge­ren Ein­wen­dungs­fris­ten soll­ten umge­stellt wer­den, so dass mit­tel­fris­tig eine Anpas­sung der Spei­cher­dau­er mög­lich ist. Für bestimm­te Ver­bin­dun­gen oder Geschäfts­mo­del­le kann eine län­ge­re Spei­che­rung erfor­der­lich sein (z.B. Off­line-Bil­ling, Aus­kunfts­diens­te, Roa­ming). A‑, B‑Rufnummer, Zeit, Anga­be zum Car­ri­er, Cell-ID (nur bei Roa­ming)
Abrech­nung mit Ser­vice­pro­vi­dern § 97 Abs. 4 TKG Soweit erfor­der­lich, max. 6 Mona­te nach Rech­nungs­ver­sand (Frist ana­log zu § 97 Abs. 3 TKG) In der Regel wer­den 3 Mona­te nach Rech­nungs­ver­sand als aus­rei­chend ange­se­hen. Ver­trä­ge mit län­ge­ren Ein­wen­dungs­fris­ten soll­ten umge­stellt wer­den, so dass mit­tel­fris­tig eine Anpas­sung der Spei­cher­dau­er mög­lich ist. A‑, B‑Rufnummer, Zeit, IMSI, wenn erfor­der­lich Cell-ID
Erken­nung, Ein­gren­zung und Besei­ti­gung von Stö­run­gen § 100 Abs. 1 TKG Soweit erfor­der­lich Ohne kon­kre­ten Anlass ist eine Spei­che­rung höchs­tens 7 Tage zuläs­sig (vgl. BGH, Urteil vom 13.01.2011 – III ZR 146/​10). Sind kon­kre­te Anhalts­punk­te für eine Stö­rung fest­ge­stellt wor­den, dür­fen im Ein­zel­fall die zum Ein­gren­zen und Besei­ti­gen der ver­mu­te­ten Stö­rung erfor­der­li­chen Daten län­ger gespei­chert wer­den. Dar­über hin­aus kann mit Sta­tis­ti­ken oder anony­mi­sier­ten Daten gear­bei­tet wer­den. Alle Ver­kehrs­da­ten, z. B. auch IMEI
Auf­de­ckung von Miss­brauch § 100 Abs. 3 TKG Soweit erfor­der­lich § 100 Abs. 3 TKG stellt kei­ne zusätz­li­che Erlaub­nis für die Spei­che­rung von Ver­kehrs­da­ten dar, viel­mehr muss auf zuläs­si­ger­wei­se inner­halb der jewei­li­gen Fris­ten für ande­re Zwe­cke gespei­cher­te Daten zurück­ge­grif­fen wer­den. Ver­kehrs­da­ten, die älter als sechs Mona­te sind, dür­fen nicht ver­wen­det wer­den. Soweit Ver­kehrs­da­ten zur Auf­klä­rung eines kon­kre­ten Miss­brauchs­ver­dachts erfor­der­lich sind, müs­sen sie nicht gelöscht wer­den. Alle vor­han­de­nen Ver­kehrs­da­ten
Fang­schal­tung § 101 TKG (nicht für SMS) Soweit zur Zweck­er­rei­chung erfor­der­lich. A‑, B‑Rufnummer, Zeit
Back­up von Roh­da­ten § 97 Abs. 3 Satz 1 TKG Unver­züg­li­che Ermitt­lung der für die Abrech­nung erfor­der­li­chen Daten Für die „unver­züg­li­che Ermitt­lung“ der für die Abrech­nung erfor­der­li­chen Daten kann zum Schutz vor einem Daten­ver­lust im Abrech­nungs­pro­zess eine bis zu 7‑tägige Spei­che­rung von Roh­da­ten ange­mes­sen sein. Bei fest­ge­stell­ten Ver­ar­bei­tungs­feh­lern kön­nen die­se Daten für eine kor­rek­te Berech­nung ver­wen­det wer­den und sind dann zeit­nah zu löschen. Ver­kehrs­da­ten, ins­be­son­de­re nicht oder nicht voll­stän­dig ver­ar­bei­te­te CDRs.

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[sli­der tit­le="Inter­net (Ech­te Flat­rate)" hint="Verkehrsdatenspeicherung bei Inter­net­ver­bin­dun­gen (ech­te Flat­rate)" group=A]

Spei­cher­ka­te­go­rie Rechts­grund­la­ge Max. Spei­cher­dau­er Daten­schutz­ge­rech­te Aus­le­gung Daten­fel­der
Abrech­nung mit Teil­neh­mer Kei­ne Rechts­grund­la­ge Kei­ne Spei­che­rung Kei­ne Daten
Erken­nung, Ein­gren­zung und Besei­ti­gung von Stö­run­gen § 100 Abs. 1 TKG Soweit erfor­der­lich Ohne kon­kre­ten Anlass ist eine Spei­che­rung höchs­tens 7 Tage zuläs­sig (vgl. BGH, Urteil vom 13.01.2011 – III ZR 146/​10). Sind kon­kre­te Anhalts­punk­te für eine Stö­rung fest­ge­stellt wor­den, dür­fen im Ein­zel­fall die zum Ein­gren­zen und Besei­ti­gen der ver­mu­te­ten Stö­rung erfor­der­li­chen Daten län­ger gespei­chert wer­den. Dar­über hin­aus kann mit Sta­tis­ti­ken oder anony­mi­sier­ten Daten gear­bei­tet wer­den. Alle erfor­der­li­chen Daten (z. B. IP-Adres­se, DSL-Ken­nung, IMSI, Zeit, Daten­men­ge)
Auf­de­ckung von Miss­brauch § 100 Abs. 3 TKG Soweit erfor­der­lich § 100 Abs. 3 TKG stellt kei­ne zusätz­li­che Erlaub­nis für die Spei­che­rung von Ver­kehrs­da­ten dar, viel­mehr muss auf zuläs­si­ger­wei­se inner­halb der jewei­li­gen Fris­ten für ande­re Zwe­cke gespei­cher­te Daten zurück­ge­grif­fen wer­den. Ver­kehrs­da­ten, die älter als sechs Mona­te sind, dür­fen nicht ver­wen­det wer­den. Soweit Ver­kehrs­da­ten zur Auf­klä­rung eines kon­kre­ten Miss­brauchs­ver­dachts erfor­der­lich sind, müs­sen sie nicht gelöscht wer­den. Alle vor­han­de­nen Ver­kehrs­da­ten

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[sli­der title="Internet (Volu­men­ab­rech­nung oder Flat­rate mit Dros­se­lung)" hint="Verkehrsdatenspeicherung bei Inter­net­ver­bin­dun­gen (Volu­men­ab­rech­nung oder Flat­rate mit Dros­se­lung)" group=A]

Spei­cher­ka­te­go­rie Rechts­grund­la­ge Max. Spei­cher­dau­er Daten­schutz­ge­rech­te Aus­le­gung Daten­fel­der
Abrech­nung mit Teil­neh­mer oder Begrün­dung der Dros­se­lung § 97 Abs. 3 Satz 2 TKG (sie­he auch Ver­fü­gung der BNetzA Nr. 43/​2010) Max. 6 Mona­te nach Rech­nungs­ver­sand In der Regel wer­den 3 Mona­te nach Rech­nungs­ver­sand (s. auch Bean­stan­dungs­frist in § 45i Abs. 1 TKG) als aus­rei­chend ange­se­hen. Wenn nach­voll­zieh­ba­re Grün­de vor­lie­gen, kön­nen die Daten län­ger gespei­chert wer­den. Nur bestimm­te Daten dür­fen gespei­chert wer­den, z. B. Nut­zer­ken­nung, Daten­vo­lu­men, Zeit u. Dau­er der Ses­si­on, nicht aber IP-Adres­se (Kon­kre­te Aus­füh­run­gen zu den zu spei­chern­den Daten fin­den sich unter Punkt 4.3 der Ver­fü­gung Nr. 43/​2010 der Bun­des­netz­agen­tur.)
Erken­nung, Ein­gren­zung und Besei­ti­gung von Stö­run­gen § 100 Abs. 1 TKG Soweit erfor­der­lich Ohne kon­kre­ten Anlass ist eine Spei­che­rung höchs­tens 7 Tage zuläs­sig (vgl. BGH, Urteil vom 13.01.2011 – III ZR 146/​10). Sind kon­kre­te Anhalts­punk­te für eine Stö­rung fest­ge­stellt wor­den, dür­fen im Ein­zel­fall die zum Ein­gren­zen und Besei­ti­gen der ver­mu­te­ten Stö­rung erfor­der­li­chen Daten län­ger gespei­chert wer­den. Dar­über hin­aus kann mit Sta­tis­ti­ken oder anony­mi­sier­ten Daten gear­bei­tet wer­den. Alle erfor­der­li­chen Daten (s.o.)
Auf­de­ckung von Miss­brauch § 100 Abs. 3 TKG Soweit erfor­der­lich § 100 Abs. 3 TKG stellt kei­ne zusätz­li­che Erlaub­nis für die Spei­che­rung von Ver­kehrs­da­ten dar, viel­mehr muss auf zuläs­si­ger­wei­se inner­halb der jewei­li­gen Fris­ten für ande­re Zwe­cke gespei­cher­te Daten zurück­ge­grif­fen wer­den. Ver­kehrs­da­ten, die älter als sechs Mona­te sind, dür­fen nicht ver­wen­det wer­den. Soweit Ver­kehrs­da­ten zur Auf­klä­rung eines kon­kre­ten Miss­brauchs­ver­dachts erfor­der­lich sind, müs­sen sie nicht gelöscht wer­den. Alle vor­han­de­nen Ver­kehrs­da­ten

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[sli­der tit­le="E‑Mail" hint="Verkehrsdatenspeicherung bei E‑Mails" group=A]

Spei­cher­ka­te­go­rie Rechts­grund­la­ge Max. Spei­cher­dau­er Daten­schutz­ge­rech­te Aus­le­gung Daten­fel­der
Abrech­nung mit Teil­neh­mer Kei­ne Rechts­grund­la­ge Kei­ne Spei­che­rung Kei­ne Daten
Erken­nung, Ein­gren­zung und Besei­ti­gung von Stö­run­gen § 100 Abs. 1 TKG Soweit erfor­der­lich Ohne kon­kre­ten Anlass ist eine Spei­che­rung höchs­tens 7 Tage zuläs­sig (vgl. BGH, Urteil vom 13.01.2011 – III ZR 146/​10). Sind kon­kre­te Anhalts­punk­te für eine Stö­rung fest­ge­stellt wor­den, dür­fen im Ein­zel­fall die zum Ein­gren­zen und Besei­ti­gen der ver­mu­te­ten Stö­rung erfor­der­li­chen Daten län­ger gespei­chert wer­den. Dar­über hin­aus kann mit Sta­tis­ti­ken oder anony­mi­sier­ten Daten gear­bei­tet wer­den. Alle erfor­der­li­chen Daten (z. B. E‑Mail-Adres­sen, IP-Adres­se, Nut­zer­ken­nung, Zeit, Daten­men­ge), kei­ne Inhal­te (z. B. Betreff)
Auf­de­ckung von Miss­brauch § 100 Abs. 3 TKG Soweit erfor­der­lich § 100 Abs. 3 TKG stellt kei­ne zusätz­li­che Erlaub­nis für die Spei­che­rung von Ver­kehrs­da­ten dar, viel­mehr muss auf zuläs­si­ger­wei­se inner­halb der jewei­li­gen Fris­ten für ande­re Zwe­cke gespei­cher­te Daten zurück­ge­grif­fen wer­den. Ver­kehrs­da­ten, die älter als sechs Mona­te sind, dür­fen nicht ver­wen­det wer­den. Soweit Ver­kehrs­da­ten zur Auf­klä­rung eines kon­kre­ten Miss­brauchs­ver­dachts erfor­der­lich sind, müs­sen sie nicht gelöscht wer­den. Alle vor­han­de­nen Ver­kehrs­da­ten

Die Über­sicht betrifft nur die klas­si­sche E‑Mail. Für Son­der­for­men wie De-Mail oder E‑Mail mit SMS-Bestä­ti­gung kön­nen ande­re Rege­lun­gen gel­ten (etwa ver­gleich­bar mit SMS).

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Wich­tig: Das TKG ent­hält kei­ne geson­der­te Spei­cher­er­laub­nis für Zwe­cke der Straf­ver­fol­gung (insb. kei­ne Vor­rats­da­ten­spei­che­rung). Für eine Aus­kunfts­er­tei­lung auf Ersu­chen von Sicher­heits­be­hör­den mit Auf­ga­ben im Bereich der Straf­ver­fol­gung, Gefah­ren­ab­wehr oder der Nach­rich­ten­diens­te dür­fen aus­schließ­lich Daten ver­wen­det wer­den, die aus ande­ren (betrieb­li­chen) Grün­den im Sin­ne der obi­gen Auf­lis­tung recht­mä­ßig gespei­chert sind. Sofern die­se Daten dop­pelt in einem eigens für die Behör­den­aus­künf­te genutz­ten Sys­tem als Kopie der betrieb­lich genutz­ten Daten gespei­chert wer­den, wird dies vor­läu­fig tole­riert, wenn sicher­ge­stellt ist, dass die Löschung zeit­gleich mit der Löschung im betrieb­lich genutz­ten Sys­tem durch­ge­führt wird.