Kein Haushalt kommt heutzutage ohne Strom aus. Daher gibt es in Deutschland eine gesetzliche Regelung, die jedem Haushalt eine Grundversorgung mit Strom zusichert. Doch Verbraucher können oft eine Menge an Stromkosten sparen, wenn sie vom örtlichen Grundversorger zu einem anderen Stromanbieter wechseln.
Auf der Suche nach attraktiven Konditionen

Wer seinen Stromanbieter wechseln möchte, sollte sich vorab genügend Zeit für einen sorgfältigen Tarifvergleich nehmen. Die Konditionen der einzelnen Anbieter können sich nämlich je nach Ort und individuellem Jahresverbrauch erheblich unterscheiden. Verbraucher können bei Vergleichsportalen im Internet wie zum Beispiel Verivox die günstigsten Stromanbieter in ihrem Umkreis finden. Um den günstigsten Tarif zu ermitteln, wird neben dem Wohnort eine Angabe zum Jahresverbrauch benötigt. Der kann anhand der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen auch geschätzt werden.
Bei der Auswahl eines Stromanbieters sollte man darauf achten, dass die Vertragslaufzeit nicht länger als ein Jahr festgeschrieben wird. Es gibt auch Tarife, die nur eine einmonatige Vertragsbindung vorsehen und trotzdem eine Preisgarantie für ein ganzes Jahr bieten. Da die Tarife oft schon innerhalb des ersten Vertragsjahres steigen, empfehlen Experten, eine Preisbindung von mindestens neun Monaten zu vereinbaren. Eine akzeptable Kündigungsfrist liegt zwischen vier und sechs Wochen.
Generell gilt bei der Suche nach einem geeigneten Stromanbieter, dass Angebote möglichst transparent und anschaulich präsentieren werden sollten. Oft finden Verbraucher im Internet unabhängige Bewertungen und Tests, die Details über die unterschiedlichen Angebotspakete verraten.
Wie läuft der Wechsel eines Stromanbieters ab?
Der neue Stromanbieter benötigt vor Vertragsabschluss neben den persönlichen Daten des Kunden noch folgende Angaben:
- Jahresverbrauch in Kilowattstunden
- bisheriger Stromanbieter
- Kundennummer beim bisherigen Stromanbieter
- Zählernummer des Stromzählers
- Bankverbindung
Der neue Stromlieferant kann die Kündigung beim bisherigen Stromversorger übernehmen, wenn sie der Verbraucher nicht schon eigenhändig getätigt hat. Nach Vertragsabschluss muss sich der neue Stromanbieter nun als neuer Lieferant bei dem zuständigen Netzbetreiber anmelden. Bevor der neue Versorgungsvertrag in Kraft tritt, benötigt der Netzbetreiber noch den aktuellen Zählerstand.
Der bisherige Lieferant wird aufgrund der Angaben zum Schlusszählerstand eine Abschlussrechnung stellen. Zwischen dem eigentlichen Auftrag und der ersten Lieferung des neuen Stromlieferanten können bis zu zehn Wochen vergehen. Dank der rechtlichen Lage braucht sich allerdings niemand Sorgen machen, eine Zeit im Dunkeln verbringen zu müssen: Der örtliche Grundversorger übernimmt im jeden Fall die Stromlieferung, wenn beim Wechsel zwischen zwei Anbietern vorübergehend die Stromversorgung ausfällt.











