Strom­an­bie­ter wech­seln: Wel­che Punk­te soll­te man beach­ten?

Kein Haus­halt kommt heut­zu­ta­ge ohne Strom aus. Daher gibt es in Deutsch­land eine gesetz­li­che Rege­lung, die jedem Haus­halt eine Grund­ver­sor­gung mit Strom zusi­chert. Doch Ver­brau­cher kön­nen oft eine Men­ge an Strom­kos­ten spa­ren, wenn sie vom ört­li­chen Grund­ver­sor­ger zu einem ande­ren Strom­an­bie­ter wech­seln.

Strom­an­bie­ter wech­seln: Wel­che Punk­te soll­te man beach­ten?

Auf der Suche nach attrak­ti­ven Kon­di­tio­nen

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Foto: © Jef­frey Hamilton/​Digital Vision/​Thinkstock

Wer sei­nen Strom­an­bie­ter wech­seln möch­te, soll­te sich vor­ab genü­gend Zeit für einen sorg­fäl­ti­gen Tarif­ver­gleich neh­men. Die Kon­di­tio­nen der ein­zel­nen Anbie­ter kön­nen sich näm­lich je nach Ort und indi­vi­du­el­lem Jah­res­ver­brauch erheb­lich unter­schei­den. Ver­brau­cher kön­nen bei Ver­gleichs­por­ta­len im Inter­net wie zum Bei­spiel Veri­vox die güns­tigs­ten Strom­an­bie­ter in ihrem Umkreis fin­den. Um den güns­tigs­ten Tarif zu ermit­teln, wird neben dem Wohn­ort eine Anga­be zum Jah­res­ver­brauch benö­tigt. Der kann anhand der Anzahl der im Haus­halt leben­den Per­so­nen auch geschätzt wer­den.

Bei der Aus­wahl eines Strom­an­bie­ters soll­te man dar­auf ach­ten, dass die Ver­trags­lauf­zeit nicht län­ger als ein Jahr fest­ge­schrie­ben wird. Es gibt auch Tari­fe, die nur eine ein­mo­na­ti­ge Ver­trags­bin­dung vor­se­hen und trotz­dem eine Preis­ga­ran­tie für ein gan­zes Jahr bie­ten. Da die Tari­fe oft schon inner­halb des ers­ten Ver­trags­jah­res stei­gen, emp­feh­len Exper­ten, eine Preis­bin­dung von min­des­tens neun Mona­ten zu ver­ein­ba­ren. Eine akzep­ta­ble Kün­di­gungs­frist liegt zwi­schen vier und sechs Wochen.

Gene­rell gilt bei der Suche nach einem geeig­ne­ten Strom­an­bie­ter, dass Ange­bo­te mög­lichst trans­pa­rent und anschau­lich prä­sen­tie­ren wer­den soll­ten. Oft fin­den Ver­brau­cher im Inter­net unab­hän­gi­ge Bewer­tun­gen und Tests, die Details über die unter­schied­li­chen Ange­bots­pa­ke­te ver­ra­ten.

Wie läuft der Wech­sel eines Strom­an­bie­ters ab?

Der neue Strom­an­bie­ter benö­tigt vor Ver­trags­ab­schluss neben den per­sön­li­chen Daten des Kun­den noch fol­gen­de Anga­ben:

  • Jah­res­ver­brauch in Kilo­watt­stun­den
  • bis­he­ri­ger Strom­an­bie­ter
  • Kun­den­num­mer beim bis­he­ri­gen Strom­an­bie­ter
  • Zäh­ler­num­mer des Strom­zäh­lers
  • Bank­ver­bin­dung

Der neue Strom­lie­fe­rant kann die Kün­di­gung beim bis­he­ri­gen Strom­ver­sor­ger über­neh­men, wenn sie der Ver­brau­cher nicht schon eigen­hän­dig getä­tigt hat. Nach Ver­trags­ab­schluss muss sich der neue Strom­an­bie­ter nun als neu­er Lie­fe­rant bei dem zustän­di­gen Netz­be­trei­ber anmel­den. Bevor der neue Ver­sor­gungs­ver­trag in Kraft tritt, benö­tigt der Netz­be­trei­ber noch den aktu­el­len Zäh­ler­stand.

Der bis­he­ri­ge Lie­fe­rant wird auf­grund der Anga­ben zum Schluss­zäh­ler­stand eine Abschluss­rech­nung stel­len. Zwi­schen dem eigent­li­chen Auf­trag und der ers­ten Lie­fe­rung des neu­en Strom­lie­fe­ran­ten kön­nen bis zu zehn Wochen ver­ge­hen. Dank der recht­li­chen Lage braucht sich aller­dings nie­mand Sor­gen machen, eine Zeit im Dun­keln ver­brin­gen zu müs­sen: Der ört­li­che Grund­ver­sor­ger über­nimmt im jeden Fall die Strom­lie­fe­rung, wenn beim Wech­sel zwi­schen zwei Anbie­tern vor­über­ge­hend die Strom­ver­sor­gung aus­fällt.