Sylt Shut­tle – per Auto­rei­se­zug nach Sylt

Die DB-Auto­zug GmbH muss nach einer Ent­schei­dung des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts für das Land Nord­rhein-West­fa­len Nut­zungs­be­din­gun­gen für die Ver­la­de­sta­tio­nen des Syl­ter Hin­den­burg­damms in Nie­büll und Wes­ter­land auf­stel­len.

Sylt Shut­tle – per Auto­rei­se­zug nach Sylt

Die Insel Sylt ist nicht über eine Stra­ßen­ver­bin­dung zu errei­chen. Statt­des­sen gibt es auf dem die Insel mit dem Fest­land ver­bin­den­den 11 km lan­gen Hin­den­burg­damm eine Eisen­bahn­stre­cke. Die DB-Auto­zug GmbH, die eine Toch­ter der DB AG ist, betreibt dort den „Sylt Shut­tle“ genann­ten Auto­zug nebst den dazu gehö­ren­den Ver­la­de­sta­tio­nen in Nie­büll und Wes­ter­land (Sylt). Im Okto­ber 2010 gab die Bun­des­netz­agen­tur der DB-Auto­zug GmbH auf, für die von ihr betrie­be­nen Ver­la­de­sta­tio­nen Nut­zungs­be­din­gun­gen für Ser­vice­ein­rich­tun­gen auf­zu­stel­len, damit Wett­be­werb auf dem Hin­den­burg­damm ent­ste­hen kann. Gegen die­se Ent­schei­dung erhob die DB-Auto­zug GmbH bei der Bun­des­netz­agen­tur Wider­spruch. Ihr Eil­an­trag wur­de vom Ver­wal­tungs­ge­richt Köln abge­lehnt [1]. Die Beschwer­de der DB-Auto­zug GmbH gegen die­sen Beschluss wies das nun das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt in Müns­ter zurück.

Die DB-Auto­zug GmbH habe Nut­zungs­be­din­gun­gen auf­zu­stel­len, so das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt in sei­nen Ent­schei­dungs­grün­den, weil in den Ver­la­de­sta­tio­nen Per­so­nen- und Güter­ver­kehr betrie­ben wer­de und die­se des­halb Ser­vice­ein­rich­tun­gen im Sin­ne des Eisen­bahn­rechts sei­en. Die Rechts­pflicht zur Auf­stel­lung von Nut­zungs­be­din­gun­gen für Ser­vice­ein­rich­tun­gen bestehe grund­sätz­lich unab­hän­gig davon, ob und in wel­chem Umfang Ser­vice­ein­rich­tun­gen für drit­te Eisen­bahn­ver­kehrs­un­ter­neh­men nutz­bar sei­en. Ob eine gemein­sa­me Nut­zung der Ser­vice­ein­rich­tun­gen mög­lich sei, sei der­zeit offen und müs­se ggf. in einem nach­ran­gi­gen Ver­fah­ren geklärt wer­den.

Ober­ver­wal­tungs­ge­richt für das Land Nord­rhein-West­fa­len, Beschluss vom 13. Janu­ar 2011 – 13 B 1818/​10

  1. VG Köln, Beschluss vom 9.12.2010 – 18 L 1710/​10[]