Ver­fah­rens­än­de­run­gen im im Sozi­al­recht

Das zum Jah­res­be­ginn 2006 in Kraft getre­te­ne Gesetz zur Ver­ein­fa­chung der Ver­wal­tungs­ver­fah­ren im Sozi­al­recht (Ver­wal­tungs­ver­ein­fa­chungs­ge­setz) ent­hält eine Rei­he von Ände­run­gen für das Ver­wal­tungs­ver­fah­ren im Sozi­al­recht. Schwer­punkt­mä­ßig han­delt es sich um fol­gen­de Maß­nah­men:

Ver­fah­rens­än­de­run­gen im im Sozi­al­recht

Der Daten­aus­tausch zwi­schen Arbeit­ge­bern und Kran­ken­kas­sen wird neu gere­gelt. Die Mel­dun­gen und Bei­trags­nach­wei­se der Arbeit­ge­ber zu sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Beschäf­tig­ten dür­fen dann nur noch voll­au­to­ma­tisch durch gesi­cher­te und ver­schlüs­sel­te elek­tro­ni­sche Daten­über­tra­gung erfol­gen. Für den Arbeit­ge­ber bedeu­tet dies, dass das auf­wän­di­ge Aus­fül­len sowohl von Mel­dun­gen zur Sozi­al­ver­si­che­rung als auch von Bei­trags­nach­wei­sen und das Ver­schi­cken der Daten per Post ent­fällt, gleich­zei­tig muss jeder Arbeit­ge­ber bis zum 1. Janu­ar 2006 aber auch sei­ne Abrech­nun­gen auf elek­tro­ni­sche Über­mitt­lungs­ver­fah­ren umstel­len.

Der Ein­zug des Unfall­ver­si­che­rungs­bei­tra­ges für gering­fü­gig Beschäf­tig­te in pri­va­ten Haus­hal­ten wird ver­ein­facht. Hier gibt es künf­tig nur noch einen ein­heit­li­chen Bei­trags­satz. Der Bei­trag von 1,6 Pro­zent ab 2006 kann zusam­men mit den ande­ren Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­gen an die Mini­job­zen­tra­le bei der Bun­des­knapp­schaft gezahlt wer­den.

Die Spit­zen­ver­bän­de der Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger kön­nen künf­tig Grenz­be­trä­ge bestim­men, bis zu deren Höhe gerin­ge Bei­trags­rück­stän­de nie­der­ge­schla­gen wer­den. Auf die­sem Wege wird das Ver­fah­ren bei den Ver­si­che­rungs­trä­gern ver­ein­heit­licht und ver­ein­facht.

Wer Voll­stre­ckungs­be­am­ter der Ein­zug­stel­len sein kann, wird klar umris­sen und die Voll­stre­ckung durch Bediens­te­te der Ver­bän­de der Kran­ken­kas­sen und ande­rer Kran­ken­kas­sen zuge­las­sen. Damit soll den der­zei­ti­gen Schwie­rig­kei­ten der Kran­ken­kas­sen Rech­nung getra­gen wer­den, aus­rei­chend Per­so­nal für die Bestel­lung von Voll­stre­ckungs­be­am­ten zu fin­den.