Ver­öf­fent­li­chung von Daten­bank­in­hal­ten

Wel­che Urhe­ber­rech­te ver­blei­ben dem Erstel­ler einer Daten­bank, wenn Daten­bank­in­hal­te ver­öf­fent­licht, wer­den? Mit die­ser Fra­ge hat­te sich der Bun­des­ge­richts­hof zu beschäf­ti­gen:

Ver­öf­fent­li­chung von Daten­bank­in­hal­ten

Wer­den Daten aus einer vom Her­stel­ler ver­äu­ßer­ten Daten­bank in einer Zeit­schrift öffent­lich ver­füg­bar gemacht und liegt eine wesent­li­che Hand­lung i.S. von § 87b Abs. 1 UrhG vor, ist ein Ein­griff in das Recht des Daten­bank­her­stel­lers nach § 87b UrhG gege­ben, wenn die Ver­öf­fent­li­chung in der Zeit­schrift ohne Zustim­mung des Daten­bank­her­stel­lers erfolgt.

Der Erst­ver­kauf eines Ver­viel­fäl­ti­gungs­stücks der Daten­bank durch den Rechts­in­ha­ber erschöpft gemäß § 87b Abs. 2, § 17 Abs. 2 UrhG nur das Recht, den wei­te­ren Ver­trieb die­ses Ver­viel­fäl­ti­gungs­stücks zu kon­trol­lie­ren, nicht aber das Recht, die Ent­nah­me und Wei­ter­ver­wen­dung des Inhalts die­ses Ver­viel­fäl­ti­gungs­stücks zu unter­bin­den.

BGH, Urt. v. 21. April 2005 – I ZR 1/​02