Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung für Aus­zu­bil­den­de

Wird ein Aus­zu­bil­den­der gegen Berufs­un­fä­hig­keit ver­si­chert, ist der Berufs­be­griff auf sol­che Tätig­kei­ten aus­zu­wei­ten, die erst die Vor­aus­set­zun­gen für die Auf­nah­me einer bestimm­ten, auf Erwerb gerich­te­ten Tätig­keit schaf­fen sol­len.

Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung für Aus­zu­bil­den­de

Für die Nach­prü­fung der Berufs­un­fä­hig­keit ist nicht zwi­schen der Aus­bil­dungs- und der Aus­übungs­pha­se zu unter­schei­den. Ist der Ver­si­cher­te nach abge­schlos­se­ner Aus­bil­dung den Anfor­de­run­gen sei­nes Beru­fes nicht gewach­sen, kann der Ver­si­che­rer des­halb nicht gel­tend machen, er übe jetzt einen – ver­gli­chen mit der Tätig­keit als Aus­zu­bil­den­der – ande­ren Beruf aus, dem er zu kei­ner Zeit "in gesun­den Tagen" nach­ge­gan­gen sei.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 24. Febru­ar 2010 – IV ZR 119/​09
[Eine aus­führ­li­che Dar­stel­lung des Urteils fin­det sich im Vor­sor­ge­Bo­ten.]