Der Siche­rungs­schein in der Sach­ver­si­che­rung

Die Rech­te des Inha­bers eines Siche­rungs­scheins aus einer Sach­ver­si­che­rung wer­den gegen­über dem Ver­si­che­rer nicht bereits durch den Gesichts­punkt des ver­si­cher­ten Inter­es­ses, d.h. den Grund­satz der kon­kre­ten Bedarfs­de­ckung, ein­ge­schränkt. Ob der gesi­cher­te Eigen­tü­mer ver­pflich­tet ist, die Ver­si­che­rungs­leis­tung zur Wie­der­her­stel­lung des ver­si­cher­ten Fahr­zeugs zu ver­wen­den, ist allein im Rah­men der Rechts­be­zie­hung zum Nut­zer des Fahr­zeugs zu ent­schei­den. Eine abre­de­wid­ri­ge Zah­lung des Ver­si­che­rers an den Ver­si­che­rungs­neh­mer oder nach Scha­dens­be­he­bung an die Werk­statt ist gegen­über dem gesi­cher­ten Eigen­tü­mer nach Maß­ga­be des Siche­rungs­scheins ohne Til­gungs­wir­kung.

Der Siche­rungs­schein in der Sach­ver­si­che­rung

Ober­lan­des­ge­richt Stutt­gart, Urteil vom 16. Sep­tem­ber 2010 – 7 U 105/​10