Die Haf­tung des Ver­si­che­rungs­mak­ler – und sei­ne sekun­dä­re Dar­le­gungs­last

Der Ver­si­che­rungs­mak­ler, der sei­ner sekun­dä­ren Dar­le­gungs­last zur Erfül­lung sei­ner Auf­klä­rungs- und Bera­tungs­pflich­ten nicht genügt hat, ist für sei­ne Behaup­tung einer sach- und inter­es­sen­wid­ri­gen Wei­sung des Ver­si­che­rungs­neh­mers und des­sen Ver­zicht auf eine wei­ter­ge­hen­de Bera­tung dar­le­gungs- und beweis­be­las­tet.

Die Haf­tung des Ver­si­che­rungs­mak­ler – und sei­ne sekun­dä­re Dar­le­gungs­last

Grund­sätz­lich muss der den Scha­dens­er­satz begeh­ren­de Ver­si­che­rungs­neh­mer dar­le­gen und bewei­sen, dass der Ver­si­che­rungs­ver­mitt­ler sei­ne Bera­tungs­pflicht ver­letzt hat, wobei den Ver­si­che­rungs­ver­mitt­ler in die­ser Hin­sicht eine sekun­dä­re Dar­le­gungs­last trifft 1.

Hat die Ver­si­che­rungs­mak­le­rin ihrer sekun­dä­ren Dar­le­gungs­last zu einer pflicht­ge­mä­ßen Bera­tung der Kun­din nicht genügt, führt dies grund­sätz­lich zu einer Scha­dens­er­satz­pflicht der Ver­si­che­rungs­mak­le­rin.

Der Ver­si­che­rungs­mak­ler, der sei­ner sekun­dä­ren Dar­le­gungs­last zur Erfül­lung sei­ner Auf­klä­rungs- und Bera­tungs­pflich­ten nicht genügt hat, ist für sei­ne Behaup­tung einer sach- und inter­es­sen­wid­ri­gen Wei­sung des Ver­si­che­rungs­neh­mers und des­sen Ver­zicht auf eine wei­ter­ge­hen­de Bera­tung dar­le­gungs- und beweis­be­las­tet.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 10. März 2016 – I ZR 147/​14

  1. BGH, Urteil vom 25.09.2014 – III ZR 440/​13, VersR 2014, 1328 Rn. 34; BGHZ 203, 174 Rn. 15; Dör­ner in Prölss/​Martin, VVG, 29. Aufl., § 63 Rn 12[]