Die per­fek­te Ver­si­che­rung für Grün­der fin­den: Dar­auf soll­ten Sie ach­ten bei der Wahl des Ver­si­che­rers

Unter­neh­mens­grün­der soll­ten nicht zu lan­ge damit war­ten, ihr Unter­neh­men umfas­send abzu­si­chern – ein Scha­dens­fall tritt oft unver­hofft ein. Bei dem Abschluss einer Ver­si­che­rung müs­sen häu­fig bis zu drei Mona­ten War­te­zei­ten ein­ge­rech­net wer­den, bis ein Scha­den abge­si­chert ist. Wer die Ver­si­che­rung erst abschließt, wenn der zu ver­si­chern­de Sach­ver­halt bereits ein­ge­tre­ten ist, muss aus eige­ner Tasche zah­len und kann nicht auf einen Ver­si­che­rungs­schutz hof­fen.

Die per­fek­te Ver­si­che­rung für Grün­der fin­den: Dar­auf soll­ten Sie ach­ten bei der Wahl des Ver­si­che­rers

Wel­che Ver­si­che­run­gen für Grün­der wer­den benö­tigt?

Für jede Bran­che oder Erwerbs­tä­tig­keit unter­schei­den sich die Anfor­de­run­gen an die Leis­tun­gen des Ver­si­che­rers. Ein per­sön­li­ches Gespräch kann das für Sie per­fek­te Ver­si­che­rungs­spek­trum für jedes Geschäfts­feld eru­ie­ren.

In jedem Fall soll­ten sich Grün­der neben der gesetz­lich vor­ge­schrie­be­nen Kran­ken­ver­si­che­rung um eine Deckung even­tu­el­ler Schä­den im Unter­neh­men absi­chern, um das Risi­ko von hohen Fol­ge­kos­ten zu mini­mie­ren. Dazu zählt zum Bei­spiel eine Haft­pflicht­ver­si­che­rung, die Schä­den durch den Geschäfts­füh­rer oder Mit­ar­bei­ter abdeckt. Wer Mit­ar­bei­ter ein­stellt, muss die­se nicht nur kran­ken­ver­si­chern, auch für die Pfle­ge­ver­si­che­rung sind antei­lig Abga­ben zu leis­ten. Mit einer Haft­pflicht­ver­si­che­rung sind Schä­den abge­si­chert, die sich im Arbeits­all­tag erge­ben kön­nen. Das kön­nen Beschä­di­gun­gen an Mobi­li­ar oder der zur Arbeit bereit­ge­stell­ten Tech­nik sein, aber auch unvor­her­seh­ba­re, nicht mate­ri­el­le Pro­ble­me. Dies kann der Fall sein, wenn ein Mit­ar­bei­ter aus Ver­se­hen ver­trags­brü­chig wird, den Daten­schutz oder Urhe­ber­rechts­an­sprü­che ver­letzt.

Scha­den­haft­pflicht­ver­si­che­rung für das Fir­men­ver­mö­gen

Bei der Ver­mö­gens­scha­den­haft­pflicht­ver­si­che­rung han­delt es sich um eine Ver­si­che­rung, deren Leis­tun­gen weit über die Deckung einer Haft­pflicht­ver­si­che­rung hin­aus­ge­hen. Der Abschluss emp­fiehlt sich vor allem für Berufs­grup­pen im bera­ten­den Gewer­be. Auch für voll­stre­cken­de oder prü­fen­de Bran­chen ist der Abschluss die­ser Ver­si­che­rung sinn­voll, kurz: für all die­je­ni­gen, die beruf­lich neben den eige­nen, auch frem­de Ver­mö­gens­in­ter­es­sen ver­tre­ten.

Den Fir­men­wa­gen ver­si­chern

Das Stra­ßen­ver­kehrs­recht lässt sich gegen einen gerin­gen Auf­preis mit­ver­si­chern. Damit sind alle Schä­den am, oder durch den Fir­men­wa­gen, ver­ur­sach­ten Schä­den abge­si­chert. Die Höchst­gren­ze für Per­so­nen­schä­den kann indi­vi­du­ell ver­han­delt wer­den. In der Regel gilt der Rechts­schutz im Ver­kehr nach Abschluss einer Kfz-Ver­si­che­rung für den Ver­si­che­rungs­neh­mer eben­falls im pri­va­ten Bereich. Mit­ar­bei­ter müs­sen sich aber pri­vat selbst ver­si­chern, der Ver­si­che­rungs­schutz für Mit­ar­bei­ter greift nur im beruf­li­chen Umfeld; also bei Dienst­fahr­ten mit dem Fir­men­wa­gen oder auf dem Weg zur Arbeit.

Wer Waren pro­du­ziert, benö­tigt eine Pro­dukt­haft­pflicht­ver­si­che­rung

Kom­men Ihre Kun­den durch feh­ler­haf­te Waren, die Sie pro­du­ziert haben, zu Scha­den, kön­nen Sie als Her­stel­ler dafür ver­ant­wort­lich gemacht wer­den. Dabei ist zuerst zu prü­fen, ob der Arti­kel ord­nungs­ge­mäß ange­wandt wur­de. Schon die­ser Vor­gang der Prü­fung kann finan­zi­ell eine gro­ße Belas­tung für Grün­der dar­stel­len. Mit einer Pro­dukt­haft­pflicht­ver­si­che­rung las­sen sich Risi­ken mini­mie­ren und Scha­dens­fäl­le inklu­si­ve Per­so­nen­schä­den ver­si­chern. Nicht jede Bran­che oder jedes Gewer­be benö­tigt einen der­ar­ti­gen Ver­si­che­rungs­schutz.

For­de­rungs­ma­nage­ment ver­si­chern und ein­fach vom Anwalt regeln las­sen

Für jeden Grün­der ist es sinn­voll, das For­de­rungs­ma­nage­ment ver­si­chern zu las­sen. Bran­chen­über­grei­fend kann immer mal wie­der der Fall ein­tre­ten, dass Kun­den ihre Rech­nun­gen nicht bezah­len. Ohne eine ent­spre­chen­de Ver­si­che­rung müs­sen sich Geschäfts­in­ha­ber dann selbst dar­um küm­mern, Mah­nun­gen zu schi­cken und die offe­nen Beträ­ge ein­zu­trei­ben. Auch Gebüh­ren für ein even­tu­ell ein­ge­schal­te­tes Inkas­so­un­ter­neh­men tra­gen Grün­der dann erst ein­mal selbst.

Ist das For­de­rungs­ma­nage­ment durch eine ent­spre­chen­de Ver­si­che­rung abge­deckt, kön­nen Sie den Fall ein­fach an einen Rechts­an­walt über­ge­ben, der sich um alle Schrit­te zuver­läs­sig in Ihrem Sin­ne küm­mert. Die Kos­ten des Inkas­sodiens­tes müs­sen nach einem erfolg­rei­chen Ver­fah­ren vom Käu­fer getra­gen wer­den, eine Über­nah­me der vor­aus­zu­zah­len­den Beträ­ge kann ver­si­chert wer­den.

Selbst­be­tei­li­gung: Wie viel möch­ten Sie im Scha­dens­fall selbst bezah­len?

Die monat­li­chen Kos­ten für gewerb­li­che Ver­si­che­run­gen las­sen sich mini­mie­ren, wenn Sie die Selbst­be­tei­li­gung hoch hal­ten. Wer also im Scha­dens­fall bis zu 250,- Euro aus der eige­nen Tasche dazu geben möch­te, freut sich über gerin­ge­re Monats­bei­trä­ge zur Ver­si­che­rung. Möch­ten Sie im Scha­dens­fall kei­nen Cent dazu zah­len, haben Sie vor Ver­si­che­rungs­ab­schluss eben­falls die Mög­lich­keit, dies anzu­ge­ben. Die Monats­bei­trä­ge für die geschäft­li­chen Ver­si­che­run­gen erhö­hen sich in die­sem Fall, dafür kom­men bei einem ein­ge­tre­te­nen Scha­dens­fall kei­ner­lei Kos­ten auf Sie zu. Bei­de Vari­an­ten haben ihre eige­nen Rei­ze. Ihr Ver­si­che­rungs­be­ra­ter kann Sie dabei unter­stüt­zen, die pas­sen­de Aus­füh­rung für Ihr Unter­neh­men zu fin­den.

Schlie­ßen beruf­li­che Ver­si­che­run­gen auch einen pri­va­ten Ver­si­che­rungs­schutz ein?

In den meis­ten beruf­li­chen Ver­si­che­run­gen ist eine Absi­che­rung für den pri­va­ten Bereich eben­falls ent­hal­ten, vie­le Ver­si­che­run­gen für Grün­der las­sen sich ohne pri­va­ten Rechts­schutz nicht abschlie­ßen. Sie wäh­len aus, wel­che Berei­che im Pri­va­ten mit­ver­si­chert wer­den sol­len. Also zum Bei­spiel das Ver­kehrs­recht oder Leis­tun­gen aus dem Immo­bi­li­en­recht. So kön­nen Sie pri­vat auch einen umfang­rei­chen Ver­si­che­rungs­schutz genie­ßen, wenn sich mit dem Ver­mie­ter der Pri­vat­woh­nung Schwie­rig­kei­ten erge­ben. Fami­li­en­mit­glie­der wie die Ehe­frau kön­nen mit­ver­si­chert wer­den, eige­ne Kin­der, die noch kein eige­nes Ein­kom­men erzie­len, sind übli­cher­wei­se kos­ten­los mit­ver­si­chert.