Haf­tung bei Unwet­ter­schä­den – Wie ist die Rechts­la­ge?

Seit Jah­ren ist eine kla­re Ent­wick­lung fest­zu­ma­chen, bei der Unwet­ter in deut­lich höhe­rer Zahl unser Wet­ter domi­nie­ren. Hier­bei geht es stets auch um die zum Teil schlim­men Schä­den, die davon immer wie­der ver­ur­sacht wer­den, wes­halb es den Blick ein­mal dar­auf zu len­ken gibt, wel­che Mög­lich­kei­ten eine Ver­si­che­rung bie­tet. Auch die ers­te Hälf­te des Jah­res 2016 hat mit Stür­men und Über­schwem­mun­gen in vie­len Tei­len Deutsch­lands gezeigt, dass es defi­ni­tiv sinn­voll ist, sich früh­zei­tig mit die­sem The­ma zu befas­sen. Wer zahlt denn nun eigent­lich, wenn Schä­den durch Unwet­ter zum Bei­spiel auch am eige­nen Haus oder Auto auf­tre­ten?

Haf­tung bei Unwet­ter­schä­den – Wie ist die Rechts­la­ge?

Die Unwet­ter-Schä­den in Deutsch­land

Ins­ge­samt waren es 2,1 Mil­li­ar­den Euro, die von Ver­si­che­run­gen in Deutsch­land im Jahr 2015 für Unwet­ter­schä­den gezahlt wer­den muss­ten. Dies bezieht sich auf die gesam­te Infra­struk­tur, die davon betrof­fen wur­de. Rela­tiv ent­spannt dür­fen dem Gan­zen vor allem die Auto­fah­rer ent­ge­gen­se­hen, die sich zumin­dest für eine Teil­kas­ko-Ver­si­che­rung ent­schie­den hat. Dies liegt dar­an, dass die­se bei abge­bro­che­nen Ästen, her­un­ter­fal­len­den Dach­zie­geln oder aber auch bei Hagel­schä­den zah­len. Das ein­zi­ge klei­ne Man­ko ist hier die Selbst­be­tei­li­gung, die vie­len Ver­si­che­rungs­neh­mern auf­ge­bür­det wur­de. Den­noch ist es bereits mit einer Teil­kas­ko-Ver­si­che­rung mög­lich, die Schä­den am Auto in vol­lem Umfang abzu­de­cken. Infor­ma­tio­nen und Urtei­le zu der und vie­len ande­ren Ver­si­che­run­gen gibt es hier. Der ADAC infor­miert eben­falls regel­mä­ßig über not­wen­di­ge und über­flüs­si­ge Ange­bo­te.

Wel­che Ver­si­che­run­gen brau­che ich?

twas kom­pli­zier­ter ist die Rechts­la­ge bei Unwet­ter­schä­den dann, wenn das eige­ne Haus betrof­fen ist. Wer über eine Haus­rat- oder Gebäu­de­ver­si­che­rung ver­fügt, der soll­te sich dar­über im Kla­ren sein, dass die­se bei Hoch­was­ser, wie einem voll­ge­lau­fe­nen Kel­ler, nicht auf­kom­men müs­sen. Ledig­lich wenn der Sturm des Unwet­ters nach­weis­lich die Ursa­che für die Schä­den am Gebäu­de gewe­sen sein soll­te, ist es über die­se Ver­si­che­run­gen mög­lich, an eine Deckung der Kos­ten zu kom­men. Das Umwelt­recht tritt nicht in Kraft, da kein genau­er Schul­di­ger aus­ge­macht wer­den kann. Zusätz­li­che Poli­cen sind zwar durch­aus zu emp­feh­len, doch es kommt in die­sem Fall sehr häu­fig zu Über­schnei­dun­gen, die es ansons­ten zu ver­mei­den gilt. Denn dies führt Jahr für Jahr zu über­höh­ten Kos­ten für den Ver­si­che­rungs­neh­mer. Inter­es­sant ist das The­ma auch des­halb, weil Meteo­ro­lo­gen immer wie­der dar­auf hin­wei­sen, dass es auch in Zukunft zu ver­mehr­ten Unwet­tern kom­men könn­te. Dies liegt dar­an, dass durch das Schmel­zen des Eises im Nord­po­lar­meer die Gegen­sät­ze zwi­schen Warm- und Kalt­fron­ten nach­las­sen. Dadurch ist weni­ger Bewe­gung im Wet­ter vor­han­den, was dazu führt, dass eine ein­zi­ge Wet­ter­la­ge sich nicht mehr so schnell von der Stel­le bewegt, wie dies im Vor­feld der Fall war. Lan­ge tro­cke­ne oder Pha­sen der Über­schwem­mung sind damit nicht mehr aus­ge­schlos­sen.