Hin­ter­blie­be­nen­für­sor­ge

Wenn das The­ma Alters­vor­sor­ge auf­kommt, ist auch eine Beschäf­ti­gung mit dem Bereich Lebens­ver­si­che­rung unum­gäng­lich. Bei der Viel­zahl der Anbie­ter ist es erst ein­mal wich­tig zu wis­sen, für wel­che Art der Lebens­ver­si­che­rung man sich inter­es­siert. All­ge­mein gese­hen ist die Lebens­ver­si­che­rung eine Indi­vi­du­al­ver­si­che­rung. Ver­trag­lich abge­si­chert wer­den als Ver­si­che­rungs­fall kann z.B. der Ein­tritt des Todes wäh­rend einer bestimm­ten Zeit – die soge­nann­te Todes­fall­ver­si­che­rung oder das Erle­ben eines bestimm­ten Zeit­punk­tes – die soge­nann­te Erle­bens­fall­ver­si­che­rung. Besteht vor­al­lem der Wunsch, sich selbst im Alter finan­zi­ell abzu­si­chern, wird oft­mals eine pri­va­te Ren­ten­ver­si­che­rung als Lebens­ver­si­che­rung abge­schlos­sen. Möch­te man in ers­ter Linie für die Zeit nach dem Tod die eige­nen Hin­ter­blie­be­nen absi­chern, kann man sich für die Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung ent­schei­den.

Hin­ter­blie­be­nen­für­sor­ge

Die Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung eig­net sich nicht für die eige­ne Alters­vor­sor­ge, da sie nur im Fall des Todes ein­tritts­pflich­tig ist. Die Ver­si­che­rung wird für einen bestimm­ten Zeit­raum und bis zu einem bestimm­ten Stich­tag abge­schlos­sen. Tritt in die­ser Zeit der Ver­si­che­rungs­fall ein, d.h. die ver­si­cher­te Per­son stirbt, zahlt die Ver­si­che­rung den im Ver­trag ver­ein­bar­ten Betrag an die im Ver­trag genann­te Per­son aus – tritt der Todes­fall wäh­rend der Ver­trags­dau­er nicht ein, so ist die Ver­si­che­rung nicht ver­pflich­tet, zu zah­len. Die Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung ist also ein rei­ner Todes­fall­schutz, der die Hin­ter­blie­be­nen absi­chern kann. Gera­de wenn der über­le­ben­de Ehe­part­ner kei­ne gro­ßen Ren­ten­an­sprü­che erlangt hat, oder ein kre­dit für ein gemein­sam gebau­tes Eigen­heim noch abbe­zahlt wer­den muss, bie­tet die Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung ein beru­hi­gen­des finan­zi­el­les Pols­ter.

Um eine güns­ti­ge Lebens­ver­si­che­rung fin­den zu kön­nen, ist es unbe­dingt not­wen­dig, sich einen Über­blick über die Viel­zahl der Ange­bo­te zu schaf­fen. Wie hoch der Bei­trag einer Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung ist, hängt von diver­sen Fak­to­ren ab: In jede Berech­nung fließt grund­sätz­lich der Gesund­heits­zu­stand der zu ver­si­chern­den Per­son mit ein. Daher wird vor Ver­trags­ab­schluss der Gesund­heits­zu­stand fest­ge­stellt. Aber genau­so bestim­men die Lauf­zeit des Ver­si­che­rungs­ver­tra­ges, das Alter des Ver­si­cher­ten und mög­li­che risi­ko­rei­che Hob­bys die Höhe des Bei­trags. Noch ist der Bei­trag für Frau­en auf­grund der höhe­ren Lebens­er­war­tung gerin­ger als für Män­ner. Aber spä­tes­tens ab Dezem­ber die­sen Jah­res sind bei allen neu­en Ver­si­che­rungs­ver­trä­gen Uni­sex-Tari­fe vor­ge­schrie­ben, da eine Urteil des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on die­ses zwin­gend ab dem 21. Dezem­ber 2012 vor­schreibt [1] . Wer sich also für eine Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung ent­schie­den hat, soll­te – wenn es eine Frau ist – vor dem Stich­tag Ende die­sen Jah­res ein Ange­bot anfor­dern zur Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung. Im Inter­net fin­den sich eini­ge Anbie­ter, die Ver­gleichs­rech­ner für Lebens­ver­si­che­run­gen bereit hal­ten. Bei der Viel­zahl der mög­li­chen Ver­trags­va­ri­an­ten ist es durch­aus sinn­voll, sich ver­schie­de­ne Ange­bo­te ein­zu­ho­len. Auch wer erst nach dem 21. Dezem­ber 2012 (als Mann) einen Ver­trag abschlie­ßen möch­te, kann eine Anfra­ge für ein kos­ten­lo­ses Ange­bot zur Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung stel­len. Das Inter­net bie­tet vie­le Mög­lich­kei­ten, kos­ten­los eine für sich indi­vi­du­ell pas­sen­de Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung zu einem güns­ti­gen Bei­trag zu fin­den.

  1. EuGH, Urteil vom 01.03.2011 – C‑236/​09[]