Inva­li­di­tät in der pri­va­ten Unfall­ver­si­che­rung

Im Rechts­streit um die Erst­fest­stel­lung sei­ner Inva­li­di­tät (hier nach § 11 II AUB 94) trifft den Ver­si­che­rungs­neh­mer einer Unfall­ver­si­che­rung, wie der Bunde3sgerichtshof jetzt ent­schie­den hat, kei­ne recht­li­che Ver­pflich­tung, bereits alle bis zum Abschluss der münd­li­chen Ver­hand­lung ein­ge­tre­te­nen Ver­än­de­run­gen sei­nes Gesund­heits­zu­stan­des gel­tend zu machen. Kann des­halb die Ver­trags­par­tei, wel­che spä­ter die Neu­be­mes­sung der Inva­li­di­tät ver­langt, dar­le­gen und gege­be­nen­falls bewei­sen, dass bestimm­te Ver­än­de­run­gen im Gesund­heits­zu­stand des Ver­si­che­rungs­neh­mers, auf die sich das Begeh­ren stützt, noch nicht in die gericht­li­che Erst­be­mes­sung ein­ge­flos­sen sind, so sind die­se Ver­än­de­run­gen im Rah­men der Neu­be­mes­sung zu berück­sich­ti­gen.

Inva­li­di­tät in der pri­va­ten Unfall­ver­si­che­rung

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 22. April 2009 – IV ZR 328/​07