Kre­dit­aus­fall und Eigen­scha­dens­ver­si­che­rung

Wird in einem Haft­pflicht­ver­si­che­rungs­ver­trag ver­ein­bart, dass der Ver­si­che­rer Ver­si­che­rungs­schutz für den Fall gewährt, dass eine ver­si­cher­te Per­son von einem Drit­ten geschä­digt wird und die dar­aus ent­stan­de­ne Scha­dens­er­satz­for­de­rung gegen den Drit­ten nicht durch­ge­setzt wer­den kann, sowie der Umfang des Ver­si­che­rungs­schut­zes sich im übri­gen nach dem Deckungs­um­fang der Pri­vat­haft­pflicht­ver­si­che­rung rich­tet, so kommt ein Ver­si­che­rungs­schutz in Betracht, wenn der Ver­si­che­rungs­neh­mer einem Drit­ten ein Dar­le­hen gewährt hat, die­ses nicht zurück­ge­zahlt wird, und der Ver­si­che­rungs­neh­mer nach­weist, dass der Dar­le­hens­neh­mer von vorn­her­ein nicht zur Rück­zah­lung in der Lage und/​oder wil­lens war (also ein Ein­ge­hungs­be­trug gem. § 823 Abs. 2 BGB, § 263 StGB, § 826 BGB vor­liegt).

Kre­dit­aus­fall und Eigen­scha­dens­ver­si­che­rung

Ober­lan­des­ge­richt Cel­le, Urteil vom 30. April 2009 – 8 U 11/​09