Neu­be­mes­sung der Inva­li­di­tät in der Unfall­ver­si­che­rung

Aus dem allein vom Ver­si­che­rungs­neh­mer einer Unfall­ver­si­che­rung nach § 11 IV AUB 88 frist­ge­mäß vor­be­hal­te­nem Recht, die Neu­be­mes­sung der Inva­li­di­tät zu ver­lan­gen, erwächst für den Ver­si­che­rungs­neh­mer nicht die Pflicht, eine sol­che Neu­be­mes­sung tat­säch­lich her­bei­zu­füh­ren. Die Wei­ge­rung des Ver­si­che­rungs­neh­mers, zum Zweck der Neu­be­mes­sung einen vom Ver­si­che­rer benann­ten Arzt auf­zu­su­chen, steht inso­weit einem – zuläs­si­gen – Ver­zicht auf die Neu­be­mes­sung gleich und ver­letzt nicht die Oblie­gen­heit aus § 9 IV AUB 88.

Neu­be­mes­sung der Inva­li­di­tät in der Unfall­ver­si­che­rung

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 2. Dezem­ber 2009 – IV ZR 181/​07