Neu­es PKV-Rating im aktu­el­len Map-Report

Bereits seit der Jahr­tau­send­wen­de erscheint er regel­mä­ßig: der Map-Report. Die­ser bie­tet Ver­brau­chern Ori­en­tie­rung im Dschun­gel der Ver­si­che­run­gen. Seit dem 22. März 2018 ist das aktu­el­le „Rating Pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung“ ver­füg­bar – mit erneut modi­fi­zier­ten Rating-Bedin­gun­gen. Ins­ge­samt 100 Punk­te streb­ten die Ver­si­che­rer an, die der Prüf-Redak­ti­on bereit­wil­lig ihre Daten über­lie­ßen. Was sich geän­dert hat und, wel­che Bedin­gun­gen bei der Ent­schei­dung für eine Pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung (PKV) ent­schei­dend sind, erklärt die­ser Bei­trag.

Neu­es PKV-Rating im aktu­el­len Map-Report
Der Map-Report bewer­tet die Leis­tun­gen diver­ser Pri­va­ter Kran­ken­ver­si­che­run­gen. Im Online-PKV-Ver­gleich hin­ge­gen tum­meln sich End­ver­brau­cher, die sich infor­mie­ren wol­len.

Das hat sich im Map-Report 2018 zur Bewer­tung der PKV geän­dert

40 Punk­te waren maxi­mal in der Kate­go­rie „Ver­trag“ zu holen. Im Fokus der Bewer­tung stan­den die Bestands­bei­trä­ge, deren Ent­wick­lung in ver­schie­de­nen Ver­trags­mo­da­li­tä­ten sowie die Fle­xi­bi­li­tät der Tari­fe. Das letz­te Ent­schei­dungs­kri­te­ri­um ist neu, aber nicht uner­heb­lich für den Ver­brau­cher. Ent­schei­dend war in die­sem Zusam­men­hang, inwie­fern ein Wech­sel des Ver­si­che­rungs­ta­rifs mög­lich ist – und zwar ohne dafür einen extra Auf­schlag bezah­len zu müs­sen.

Der zwei­te wich­ti­ge Ver­gleichs­punkt war die Kate­go­rie „Bilanz“. Maxi­mal 30 Punk­te gab es in die­ser Rubrik. Auf den Prüf­stand kamen die­se Fak­to­ren:

Die rest­li­chen 30 Punk­te konn­ten die Anbie­ter im Bereich „Ser­vice und Trans­pa­renz“ holen. In die Bewer­tung gin­gen an die­ser Stel­le die Beschwer­den, die die Bun­des­an­stalt für Finanz­dienst­leis­tungs-Auf­sicht (Bafin) doku­men­tiert hat, ein. Auch der PKV-Ombuds­mann steu­er­te etwai­ge Beschwer­de­fäl­le bei. Dar­über hin­aus gin­gen Stor­nie­run­gen sowie Geschäfts­be­rich­te (und deren trans­pa­ren­te Dar­stel­lung) in die Bewer­tung ein. Neu in die­ser Kate­go­rie war das Prüf­kri­te­ri­um „Gesund­heits­ma­nage­ment“, das neu­en Trends der Bran­che Rech­nung trägt. Detail­lier­te Infor­ma­tio­nen dar­über, was geän­dert wur­de und wel­che Fak­to­ren im Jah­res­ver­gleich nach wie vor ver­gleich­bar sind, sind unter https://www.versicherungsjournal.de nach­zu­le­sen.

Ver­brau­cher­freund­lich: Der Online-PKV-Ver­gleich

Detail­liert und brand­ak­tu­ell infor­miert der Map-Report zu den Leis­tun­gen der Ver­si­che­rer. Doch das ist vie­len Ver­brau­chern zu zeit­auf­wen­dig. Sie schät­zen den schnel­len Über­blick via Online-Ver­si­che­rungs­ver­gleich, zum Bei­spiel unter http://www.pkvvergleich.com. Ver­ständ­lich ist das alle­mal, doch, um die Ergeb­nis­se des PKV-Online-Ver­gleichs zu ver­ste­hen, ist es wich­tig zu wis­sen, was sich hin­ter den ein­zel­nen Fak­to­ren ver­birgt. Die wich­tigs­ten Infor­ma­tio­nen für Ver­brau­cher sind die­se:

Zugangs­vor­aus­set­zun­gen. Beam­te, Anwär­ter, Stu­den­ten und Selbst­stän­di­ge dür­fen sich pri­vat kran­ken­ver­si­chern. Alle ande­ren, also Arbeit­neh­mer in Fest­an­stel­lung, müs­sen bestimm­te Zugangs­vor­aus­set­zun­gen erfül­len, um sich für die PKV zu qua­li­fi­zie­ren. Min­des­tens zwei Jah­re in Fol­ge muss ein Arbeit­neh­mer die soge­nann­te „Jah­res­ar­beits­ent­gelt­gren­ze“ über­schrei­ten. Aktu­ell lie­gen die Wer­te für das Jahr 2018 bei 59.400 Euro jähr­lich (2017: 57.600 Euro) bzw. 4.950 Euro monat­lich (2017: 4.800 Euro) (Quel­le: https://www.dak.de).

Funk­ti­ons­wei­se. In der PKV bezah­len Ver­brau­cher das, was sie an Leis­tun­gen buchen – und zwar in Abhän­gig­keit von ihrem Alter und seit 2012 unab­hän­gig vom Geschlecht. Die Ver­si­che­rungs­an­bie­ter kön­nen sich ihre Mit­glie­der aus­su­chen. Zum Ver­gleich: Bei der GKV gibt es einen soge­nann­ten Kon­tra­hie­rungs­zwang. Unter https://www.bundesgesundheitsministerium.de gibt es eine aus­führ­li­che Defi­ni­ti­on zu die­sem Fach­be­griff.

Leis­tun­gen. Die Leis­tun­gen der PKV gibt es in zwei Vari­an­ten: als Kom­pakt- oder als Modu­l­ar­ta­rif. Als Kom­pakt­ta­rif erhält der Ver­brau­cher ein fer­ti­ges Ver­si­che­rungs­pa­ket inklu­si­ve Zahn­be­hand­lung, Zahn­ersatz und ambu­lan­te Heil­be­hand­lun­gen. Vie­le ergän­zen die­se Leis­tun­gen noch um ein Kran­ken­ta­ge­geld oder die Pfle­ge­pflicht­ver­si­che­rung. Wie hoch der Anteil der PKV an der jewei­li­gen Leis­tung ist, ist im Ver­trag fest­zu­le­gen. Der Modu­l­ar­ta­rif ist im Ver­gleich dazu deut­lich varia­bler und ähnelt einem Ver­si­che­rungs­puz­zle. Hier wählt der Ver­brau­cher aus, wel­che Leis­tung er wünscht und wie viel Kos­ten­rück­erstat­tung er für die jewei­li­gen Berei­che for­dert.

Die­se Fak­to­ren sind steu­er­lich zu beach­ten

Was die wenigs­ten Ver­brau­cher wis­sen, ist hin­ge­gen die steu­er­li­che Sei­te, die es mit Blick auf den Abschluss einer Pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung zu ken­nen gilt: Wer dop­pelt ver­si­chert ist – als Pflicht­mit­glied in der GKV und frei­wil­lig in der PKV – kann nur die Bei­trä­ge der GKV steu­er­lich gel­tend machen. Auch die Opti­on der „außer­ge­wöhn­li­chen Belas­tun­gen“ schei­det aus. Wo dies im Gesetz geschrie­ben steht, ist hier aus­führ­lich erklärt. Wie es sich mit einer Kos­ten­er­stat­tung in Son­der­fäl­len ver­hält, ver­ra­ten die­se Fach­ar­ti­kel.

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