Vor­he­ri­ge Deckungs­zu­sa­ge in der pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung

Der Ver­si­che­rungs­neh­mer hat einen Anspruch auf die Ertei­lung einer vor­he­ri­gen Deckungs­zu­sa­ge des Ver­si­che­rers, wenn der Arzt wegen der hohen Kos­ten den Beginn der Behand­lung davon abhän­gig macht.

Vor­he­ri­ge Deckungs­zu­sa­ge in der pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung

Zur Prü­fung, ob die Behand­lung mit einem neu zuge­las­se­nen Medi­ka­ment, das lebens­lang ein­ge­nom­men wer­den müss­te und monat­li­che Kos­ten von ca. 35.000 € ver­ur­sa­chen wür­de, medi­zi­nisch not­wen­dig ist, ist der Ver­si­che­rer berech­tigt, einen exter­nen Gut­ach­ter zu beauf­tra­gen. Dass sich der erfor­der­li­che Zeit­auf­wand für die nöti­gen Erhe­bun­gen hier­durch um 20 Tage ver­län­gert, ist auch dann hin­zu­neh­men, wenn der Ver­si­che­rungs­neh­mer unter einer zwar latent aber nicht akut lebens­be­droh­li­chen Krank­heit lei­det.

Ober­lan­des­ge­richt Olden­burg, Beschluss vom 26. Mai 2009 – 5 U 23/​09