Vor­tei­le einer Rechts­schutz­ver­si­che­rung

Eine Rechts­schutz­ver­si­che­rung federt das finan­zi­el­le Risi­ko bei einer recht­li­chen Aus­ein­an­der­set­zung ab. Wie das Wort schon sagt, wird einem Sicher­heit in punk­to Recht­schutz gebo­ten. Eine Rechts­strei­tig­keit kann in erheb­li­chem Umfang Kos­ten ver­ur­sa­chen. Die Inan­spruch­nah­me eines Anwalts ist ohne Rechts­schutz­ver­si­che­rung oft­mals teu­er. Genau­so wenig arbei­tet ein Gericht und ein Rich­ter ohne Bezah­lung. Durch eine Ver­si­che­rung kann sich ein Ver­si­che­rungs­neh­mer gegen das Risi­ko, auf hohen Kos­ten bei Rechts­strei­tig­kei­ten sit­zen zu blei­ben, absi­chern. Auch wenn er ver­liert, bie­tet die Ver­si­che­rung umfas­sen­de finan­zi­el­le Unter­stüt­zung, so dass neben den eige­nen Anwalts- und Gerichts­ge­büh­ren auch die Kos­ten des Geg­ners über­nom­men wer­den.

Vor­tei­le einer Rechts­schutz­ver­si­che­rung

Eine Rechts­schutz­ver­si­che­rung ist kei­ne gesetz­lich vor­ge­schrie­be­ne Ver­si­che­rung son­dern eine Indi­vi­du­al­ver­si­che­rung. Die meis­ten Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaf­ten bie­ten heu­te ver­schie­de­ne Modu­le an, die sich jeder für sei­nen indi­vi­du­el­len Bedarf an Rechts­schutz zusam­men­stel­len kann. So sind nicht auto­ma­tisch alle denk­ba­ren Rechts­strei­tig­kei­ten mit dem Abschluss einer Ver­si­che­rung abge­deckt, son­dern nur bestimm­te Teil­be­rei­che. Es gibt z.B. eine Pri­vat­rechts­schutz­ver­si­che­rung und eine Fir­men­rechts­schutz­ver­si­che­rung. Abge­si­chert wer­den kann mit einer pri­va­ten Rechts­schutz­ver­si­che­rung auch der Ehe­part­ner oder min­der­jäh­ri­ge Kin­der. Ist ein voll­jäh­ri­ges Kind noch in der Berufs­aus­bil­dung und unver­hei­ra­tet erstreckt sich der Ver­si­che­rungs­schutz in der Regel auch dar­auf.

Die Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaf­ten bie­ten sowohl ein Kom­plett­pa­ket an Ver­si­che­rungs­leis­tun­gen an als auch Ver­si­che­rungs­schutz für bestimm­te Lebens­be­rei­che: Die häu­figs­ten Teil­be­rei­che sind der Ver­kehrs­rechts­schutz, Arbeits­rechts­schutz und Woh­nungs­rechts­schutz. Mit Abschluss einer Ver­si­che­rung beginnt im Nor­mal­fall eine Frist von drei Mona­ten, vor deren Ablauf die Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaft nicht leis­tet. Tritt also ein Rechts­schutz­fall vor­her ein, bleibt die Ver­si­che­rung leis­tungs­frei. So soll aus­ge­schlos­sen wer­den, dass der Ver­si­che­rungs­neh­mer erst eine Rechts­schutz­ver­si­che­rung abschließt, wenn bereits eine Rechts­strei­tig­keit ein­ge­tre­ten ist.

Vie­le Rechts­schutz­ver­si­che­run­gen haben auch den Vor­teil, dass sie Tele­fon­hot­lines anbie­ten, die jeden Ver­si­che­rungs­neh­mer ohne Kos­ten bera­ten – in den Spar­ten, für die eine Ver­si­che­rung besteht.

Nicht zu ver­ges­sen ist die Reich­wei­te des Ver­si­che­rungs­ver­tra­ges: Gel­tungs­be­reich ist ganz Euro­pa. Wer also ins euro­päi­sche Aus­land geht (z.B. im Urlaub) ist auch dort mit sei­ner Rechts­schutz­ver­si­che­rung abge­si­chert. Viel­fach wird der Gel­tungs­be­reich auch noch wei­ter aus­ge­dehnt, so dass der Ver­si­che­rungs­schutz eben­falls für z.B. die Staa­ten rund um das Mit­tel­meer gewährt wird. Wer einen welt­wei­ten gel­ten­den Ver­trag wünscht, muss mit Ein­schrän­kun­gen bezüg­lich der Gel­tungs­dau­er und der Leis­tungs­höchst­gren­ze rech­nen.