Was soll­ten Sie aus recht­li­cher Sicht bei der Pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung beach­ten?

Wer sich zur Absi­che­rung sei­ner Gesund­heit für die Pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung ent­schie­den hat und von einem Voll­ta­rif bzw. einer Zusatz­ver­si­che­rung pro­fi­tiert, erfreut sich eines grö­ße­ren Leis­tungs­spek­trums, das in die­ser Form nicht mehr von den gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen stan­dard­mä­ßig ange­bo­ten wird. Dass es bezüg­lich der Abrech­nung von Leis­tun­gen oder dem Wech­sel eines Ver­si­che­rungs­an­bie­ters eben­falls zu Schwie­rig­kei­ten kom­men kann, soll nicht geleug­net wer­den und ver­langt von jedem Ver­si­cher­ten einen ehr­li­chen und gewis­sen­haf­ten Umgang mit per­sön­li­chen Daten und Infor­ma­tio­nen. Da für die Pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung die indi­vi­du­ell vor­lie­gen­de Dis­po­si­ti­on eine wesent­li­che Rol­le spielt um z.B. die Höhe des Ver­si­che­rungs­bei­trags fest­zu­le­gen, soll­te zur Ver­mei­dung von recht­li­chen Strei­tig­kei­ten stets wahr­heits­ge­mäß geant­wor­tet wer­den.

Was soll­ten Sie aus recht­li­cher Sicht bei der Pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung beach­ten?

Ehr­li­che Anga­ben beim Pro­be­ver­trag machen

Wer sich für die Pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung ent­schei­det, muss sich vor Unter­schrift des Ver­trags einer Gesund­heits­prü­fung stel­len. Durch die­se erfährt der Ver­si­che­rer etwas über Vor­er­kran­kun­gen und wei­te­re Schwä­chen, so dass die­se Risi­ken in die Aus­ge­stal­tung des Ver­si­che­rungs­ta­ri­fes und des­sen Bei­trag ein­flie­ßen kön­nen. Hier gilt es, kei­ne bekann­ten Erkran­kun­gen oder Sym­pto­me zu ver­schwei­gen, da dies als Betrugs­ver­such gewer­tet wird, falls sich im Nach­hin­ein die Kennt­nis über der­ar­ti­ge Schwä­chen her­aus­stel­len soll­te. Der Ver­si­cher­te ver­liert hier­nach nicht nur ein­fach den Schutz durch sei­ne Pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung, son­dern muss sich even­tu­ell auch auf ein Ver­fah­ren wegen Betru­ges ein­stel­len.

Die Grund­la­gen für einen Ver­si­che­rungs­wech­sel beach­ten

Juris­tisch inter­es­sant sind eben­falls die Wech­sel­be­din­gun­gen, die durch den Gesetz­ge­ber vor­ge­ge­ben sind und sich in der Aus­ge­stal­tung der Voll­ta­ri­fe in der PKV wie­der­fin­den. Gera­de der Wech­sel vom gesetz­li­chen Schutz in die Pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung ist an kla­re Bedin­gun­gen geknüpft, die klas­si­sche Arbeit­neh­mer allei­ne durch das Über­schrei­ten der soge­nann­ten Ver­si­che­rungs­pflicht­gren­ze erfül­len kön­nen. Wel­ches Ein­kom­men hier­bei gezählt wird und ob auch Son­der­ver­gü­tun­gen für das Über­schrei­ten die­ser Gren­ze ange­rech­net wer­den ist indi­vi­du­ell zu prü­fen. Beim Wech­sel zwi­schen pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rern ist ledig­lich auf das Ein­hal­ten der ver­trag­li­chen Wech­sel­fris­ten zu ach­ten, die dem Ver­si­che­rungs­ver­trag zu ent­neh­men sind. Für Neu­ver­trä­ge der PKV kön­nen seit weni­gen Jah­ren die erwor­be­nen Anwart­schaf­ten zum neu­en Ver­si­che­rer mit­ge­nom­men wer­den.

Als pri­vat Kran­ken­ver­si­cher­ter recht­li­che Aus­ein­an­der­set­zun­gen ver­mei­den

Die Pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung stellt nach einem Wech­sel für bis­lang gesetz­lich Ver­si­cher­te durch neue, for­ma­le Abläu­fe eine Her­aus­for­de­rung dar. Behand­lun­gen wer­den zunächst aus dem eige­nen Geld­beu­tel bezahlt, erst hier­nach wer­den die gestell­ten Rech­nun­gen bei der Kran­ken­ver­si­che­rung ein­ge­reicht und nach dem abge­schlos­se­nen Tarif zurück­er­stat­tet. Sich hier­bei an die vor­ge­schrie­be­nen, gesetz­li­chen wie ver­trag­li­chen Fris­ten zu hal­ten, soll­te eine Grund­la­ge für jeden pri­vat Ver­si­cher­ten dar­stel­len, um Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit der Kran­ken­ver­si­che­rung zu ver­mei­den. Bei der Wahl des geeig­ne­ten Tarifs soll­te zudem auf die gebo­te­ne Leis­tungs­per­for­mance geach­tet wer­den.