Zahn­zu­satz­ver­si­che­rung – Kon­di­tio­nen genau im Blick

Die Zahn­zu­satz­ver­si­che­rung gehört mitt­ler­wei­le zu den belieb­tes­ten Zusatz­ta­ri­fen, die durch Mit­glie­der der gesetz­li­chen Kran­ken­kas­se bei einem pri­va­ten Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men abge­schlos­sen wer­den. Hier­bei bie­tet der Ver­si­che­rungs­ver­trag nicht nur eine finan­zi­el­le Betei­li­gung an den Kos­ten für hoch­wer­ti­gen Zahn­ersatz, son­dern kann auch Kos­ten für die Pro­phy­la­xe über­neh­men, um den Zustand des natür­li­chen Gebis­ses mög­lichst lan­ge auf­recht­zu­er­hal­ten. Um recht­li­che Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit der eige­nen Ver­si­che­rung zu ver­mei­den und schlimms­ten­falls auf Leis­tun­gen aus dem Ver­trag kla­gen zu müs­sen, soll­te vor der Unter­schrift ein genau­er Blick auf die ver­ein­bar­ten Kon­di­tio­nen gewor­fen wer­den. Auf die­se Wei­se bie­tet die Zahn­zu­satz­ver­si­che­rung nicht nur die indi­vi­du­ell gewünsch­ten Leis­tun­gen, son­dern bie­tet einen für jeden Ver­si­cher­ten ein­fach nach­voll­zieh­ba­ren Schutz.

Zahn­zu­satz­ver­si­che­rung – Kon­di­tio­nen genau im Blick

Den Zuschuss im Vor­feld erfra­gen

Häu­fi­ger Streit­punkt zwi­schen Ver­si­che­rungs­neh­mer und Ver­si­che­rung ist die Höhe des Zuschus­ses, der durch die Zahn­zu­satz­ver­si­che­rung für bestimm­te Behand­lungs­maß­nah­men gewährt wird. Um nach einer teu­ren Behand­lung kei­ne böse Über­ra­schung zu erle­ben, emp­fiehlt es sich, im Vor­feld einen Kos­ten­vor­anschlag beim Ver­si­che­rer ein­zu­rei­chen. Die­ser ist ger­ne bereit, die ange­ge­be­nen Posi­tio­nen zu über­prü­fen und mit dem Leis­tungs­spek­trum abzu­glei­chen, das durch die eige­ne Zahn­zu­satz­ver­si­che­rung abge­deckt wird. Hier­aus wird deut­lich, mit wel­chem finan­zi­el­len Ersatz gerech­net wer­den kann und wel­che Sum­me wei­ter­hin durch den Ver­si­che­rungs­neh­mer zu über­neh­men ist. Eine essen­zi­el­ler Vor­gang, um juris­ti­schen Strei­tig­kei­ten mit dem Ver­si­che­rer vor­zu­beu­gen.

Auf die ver­trag­li­chen For­mu­lie­run­gen ach­ten

Ein häu­fi­ger Streit­punkt bei der Zahn­zu­satz­ver­si­che­rung stellt die Kos­ten­über­nah­me der Behand­lung dar, also der aus­zu­füh­ren­den Arbeit eines Zahn­arz­tes oder Kie­fer­chir­ur­gen. Vie­le Ver­trä­ge zur Zahn­zu­satz­ver­si­che­rung schlie­ßen expli­zit nur die Kos­ten für den Zahn­ersatz wie Kro­nen oder Brü­cken ein, die zahn­ärzt­li­che Behand­lung bleibt bei die­sen Ver­trä­gen jedoch außen vor. Als Ver­si­che­rungs­neh­mer soll­te man sich die­ses Risi­ko bewusst machen und genau über­le­gen, wel­che Art von Kos­ten in die Zahn­zu­satz­ver­si­che­rung mit ein­ge­schlos­sen wer­den soll­ten. Einer juris­ti­schen Prü­fung hal­ten die ange­spro­che­nen Ver­trä­ge mühe­los Stand, wes­halb stets auf den expli­zi­ten Wort­laut geach­tet wer­den soll­te, um sich auf ein ange­mes­se­nes Leis­tungs­spek­trum ver­las­sen zu kön­nen.

Medi­zi­ni­sche Not­wen­dig­keit kon­tra kos­me­ti­sche Kor­rek­tur

Oft­mals in der Dis­kus­si­on, die schlimms­ten­falls vor Gericht endet, ist die Not­wen­dig­keit der zahn­tech­ni­schen Behand­lung. Meist zahlt die Zahn­zu­satz­ver­si­che­rung nur dann, wenn durch den Zahn­arzt eine medi­zi­ni­sche Not­wen­dig­keit des Ein­griffs beschei­nigt wird. Wünscht sich der Ver­si­che­rungs­neh­mer hin­ge­gen allei­ne aus kos­me­ti­schen Grün­den eine Behand­lung, kann die Kos­ten­be­tei­li­gung durch den Ver­si­che­rer abge­lehnt wer­den. Da es diver­se Ver­trags­va­ri­an­ten für die Zahn­zu­satz­ver­si­che­rung gibt, soll­te hier­auf vor der Unter­schrift des Ver­trags geach­tet wer­den. Beson­ders leis­tungs­star­ke Ver­trä­ge schlie­ßen z.B. auch hoch­wer­ti­ge­ren Zahn­ersatz als Stan­dard­ver­trä­ge ein, was bei einem direk­ten Gespräch mit dem Ver­si­che­rer in beid­sei­ti­gem Über­ein­kom­men gere­gelt wer­den soll­te.