Ver­triebs­ver­bot für impor­tier­te Pflan­zen­schutz­mit­tel

Ein auf das Ver­bot des Ver­triebs eines impor­tier­ten Pflan­zen­schutz­mit­tels gerich­te­ter Unter­las­sungs­an­trag ist regel­mä­ßig nicht hin­rei­chend bestimmt, wenn er nur all­ge­mein auf eine man­geln­de Über­ein­stim­mung des Import­mit­tels mit der Ver­kehrs­fä­hig­keits­be­schei­ni­gung Bezug nimmt; erfor­der­lich ist viel­mehr eine Kon­kre­ti­sie­rung der Abwei­chun­gen zwi­schen Import­mit­tel und Ver­kehrs­fä­hig­keits­be­schei­ni­gung.

Ver­triebs­ver­bot für impor­tier­te Pflan­zen­schutz­mit­tel

Ein wett­be­werbs­recht­li­cher Unter­las­sungs­an­spruch wegen eines Ver­sto­ßes gegen pflan­zen­schutz­recht­li­che Zulas­sungs­be­stim­mun­gen (hier: § 11 Abs. 1, § 16c Abs. 1 und 2 PflSchG) ist grund­sätz­lich nicht wegen wider­sprüch­li­chen Ver­hal­tens des Gläu­bi­gers nach § 242 BGB aus­ge­schlos­sen, weil die Zulas­sungs­be­stim­mun­gen des Pflan­zen­schutz­ge­set­zes der Gesund­heit der Ver­brau­cher die­nen.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 6. Okto­ber 2011 – I ZR 117/​10