Vorschriften für Fuhrparkverantwortliche

In jeder Branche gibt es Vorschriften, die es zu beachten gilt. Andernfalls können schwerwiegende Konsequenzen auf einen zukommen. Vor allem Verantwortliche eines Fuhrparks müssen sich mit den Vorschriften ihrer Branche gut auskennen. Welche dazu gehören und wie man sie am besten einhält, zeigt dieser Artikel.

Vorschriften für Fuhrparkverantwortliche

Diese Richtlinien gilt es zu beachten

Fuhrparkverantwortliche dürfen nur diejenigen vor ein Steuer setzen, die sich einer Fahrerunterweisung unterzogen haben. Das Arbeitsschutzgesetz hält fest, dass Arbeitgeber ihre Beschäftigten über Sicherheit und Gesundheitsschutz unterweisen müssen. Die Unterweisung muss jährlich durchgeführt sowie dokumentiert werden.

Neben einer allgemeinen Unterweisung steht auch eine Sicherheitsschulung auf der Agenda. Unfallverhütungsvorschriften sind notwendig, damit die Fahrer optimal geschützt sind und die Zahl der Unfälle verringert wird. Sicherheitsschulungen sollten ebenfalls einmal im Jahr durchgeführt werden und sich auf den derzeitigen Stand der Technik beziehen.

Natürlich darf nicht jeder, der eine Unterweisung erhalten hat, vor das Steuer. Arbeitgeber müssen eine sorgfältige Führerscheinkontrolle durchführen, um zu überprüfen, ob ihre Mitarbeiter eine gültige Fahrerlaubnis haben. Empfehlenswert ist, dies zweimal jährlich zu machen.

Darüber hinaus muss der Fuhrparkverantwortliche die Eignung seiner Mitarbeiter überprüfen. Krankheiten oder Suchtverhalten können dazu führen, dass Fahrer nicht in der Lage sind, ein Fahrzeug sicher zu führen, obwohl sie die notwendige Fahrerlaubnis aufweisen. Zudem gibt es unerfahrene Fahrer, die mit einem großen Anhängergespann nur schwer umgehen können.

Außerdem ist es selbstverständlich, dass nur sichere Fahrzeuge als Arbeitsmittel zur Verfügung gestellt werden. Eine Sicherheitskontrolle des Fahrzeugs ist regelmäßig durchzuführen. Vor jeder Fahrt müssen Funktionen wie Lenkung, Bremsen, Beleuchtung und Sicherheitsausstattung überprüft werden. Das kann durchaus in den Aufgabenbereich des Fahrers fallen, denn der Fahrzeughalter ist in jedem Fall zu stichprobenartigen Nachkontrollen verpflichtet.

Auch die Lenkzeitkontrolle hat sehr hohe Priorität, denn wenn es zu Verstößen der Ruhezeiten oder Lenkzeiten kommt, haftet das Unternehmen. Somit muss man die Arbeit des Fahrers als Arbeitgeber so organisieren, dass die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden. Der Fahrer steht in der Pflicht, seine Arbeitszeiten zu dokumentieren, was der Arbeitgeber regelmäßig überprüfen sollte.

Welche Strafen folgen bei Nichteinhaltung?

Lässt man als Fuhrparkverantwortlicher einen Fahrer ein Kraftfahrzeug führen, der keine gültige Fahrerlaubnis vorzeigen kann, kommt eine Geldstrafe oder sogar ein Freiheitsentzug auf den Halter zu. Außerdem kann es im Falle eines Unfalls so weit kommen, dass die Berufsgenossenschaft keine Kosten übernimmt, wenn keine ausreichende Unterweisung durchgeführt wurde.

Kommt es zu persönlichen Schäden, kann der Fahrer sogar Schadensersatzansprüche gegen seinen Arbeitgeber stellen. Auch Bußgelder und strafrechtliche Folgen resultieren aus Ordnungswidrigkeiten.

Darüber hinaus sollten sich Fuhrparkverantwortliche immer vor Augen führen, dass sie durch mangelnde Unterweisung und Überprüfung die Gesundheit oder sogar das Leben ihrer Fahrer potenziell auf Spiel setzen.

Einhalten von Vorschriften leicht gemacht

Es gibt Hilfsmittel, die sich Fuhrparkverantwortliche zunutze machen können. Zum Beispiel hilft ein gutes Telematiksystem aktiv dabei , Vorschriften einzuhalten. Durch ein Telematik- und Fuhrparkmanagementsystem werden Arbeitszeiten einfach erfasst und ausgewertet und man behält stets den Überblick über Betriebsstunden und Strecken.

Fuhrparkverantwortliche wissen zu jeder Zeit, wo sich ihre Fahrzeuge befinden. Dank Live-Mapping, einem Ortungsservice und der Darstellung in Echtzeit behält man stets den Überblick.