Wer­bung für homöo­pa­thi­sche Arz­nei­mit­tel

Eine Wer­bung für ein regis­trier­tes homöo­pa­thi­sches Arz­nei­mit­tel, in der die Wirk­stof­fe des Arz­nei­mit­tels und deren jewei­li­ge Anwen­dungs­ge­bie­te genannt sind, fällt auch dann unter das Ver­bot der Wer­bung mit Anwen­dungs­ge­bie­ten nach § 5 HWG, wenn in der Wer­bung die Pflicht­an­ga­be gemäß § 10 Abs. 4 Satz 1 Nr. 9, § 11 Abs. 3 Satz 1 AMG („Anwen­dungs­ge­bie­te: Regis­trier­tes homöo­pa­thi­sches Arz­nei­mit­tel, daher ohne Anga­be einer the­ra­peu­ti­schen Indi­ka­ti­on.“) auf­ge­führt ist.

Wer­bung für homöo­pa­thi­sche Arz­nei­mit­tel

§ 5 HWG ist nicht ein­schrän­kend dahin­ge­hend aus­zu­le­gen, dass ein Wer­be­ver­bot nur in Betracht kommt, wenn die kon­kre­te Wer­be­aus­sa­ge zu einer unmit­tel­ba­ren oder zumin­dest mit­tel­ba­ren Gesund­heits­ge­fähr­dung der Ver­brau­cher führt.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 28. Sep­tem­ber 2011 – I ZR 96/​10 – INJECTIO