Wett­be­werbs­recht­li­che Unter­las­sungs­an­sprü­che – und ihre erneu­te Gel­tend­ma­chung

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs schließt aus­nahms­wei­se die Iden­ti­tät eines vor­an­ge­gan­ge­nen Streit­ge­gen­stands mit dem­je­ni­gen eines nach­fol­gen­den Ver­fah­rens die erneu­te Gel­tend­ma­chung nicht aus, wenn der Aus­gang im Zwangs­voll­stre­ckungs­ver­fah­ren unge­wiss ist und eine Ver­jäh­rung der auf­grund des erneu­ten Ver­sto­ßes gel­tend zu machen­den wett­be­werbs­recht­li­chen Ansprü­che droht1.

Wett­be­werbs­recht­li­che Unter­las­sungs­an­sprü­che – und ihre erneu­te Gel­tend­ma­chung

Es müs­sen erheb­li­che Zwei­fel bestehen, ob ein schon vor­han­de­ner Titel für die Durch­set­zung des Anspruchs ver­wend­bar ist, so dass des­halb mit Schwie­rig­kei­ten und Beden­ken bei den Voll­stre­ckungs­or­ga­nen zu rech­nen ist2.

Sol­che sind etwa gege­ben, wenn der zu voll­stre­cken­de Titel auf die Rechts­vor­gän­ge­rin der Klä­ge­rin lau­tet und daher für die Zwangs­voll­stre­ckung durch die Klä­ge­rin eine Titel­um­schrei­bung erfor­der­lich ist.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 25. April 2019 – I ZR 158/​18

  1. BGH, Urteil vom 07.04.2011 – I ZR 34/​09, GRUR 2011, 742 Rn.19 = WRP 2011, 873 Leis­tungs­pa­ke­te im Preis­ver­gleich []
  2. vgl. BGH, Urteil vom 21.03.1974 – IX ZR 131/​73, MDR 1974, 841 8] mwN []