Zuhau­se stu­die­ren

Mit Beginn des Herbs­tes fan­gen an allen Uni­ver­si­tä­ten die Stu­di­en­se­mes­ter wie­der an. Doch in der heu­ti­gen Zeit ist ein klas­si­sches Stu­di­um nicht die ein­zi­ge Mög­lich­keit, sich fort­zu­bil­den. Beson­ders von Berufs­tä­ti­gen wird die Chan­ce wahr­ge­nom­men, ein Fern­stu­di­um zu absol­vie­ren. So wer­den Arbeit und Fort­bil­dung unter einen Hut gebracht.

Zuhau­se stu­die­ren

Zwar fällt das soge­nann­te "Stu­den­ten­le­ben" weg, aber die Fort­bil­dung in Form eines Fern­stu­di­ums ist nicht orts­ge­bun­den. Der Auf­ent­halt in einem bestimm­ten Hör­saal ist nicht not­wen­dig, stu­die­ren kann jeder ganz indi­vi­du­ell nach sei­nen Vor­lie­ben zu Hau­se am Schreib­tisch, auf dem Sofa oder nach der Arbeit z.B. in der Bahn. Folg­lich spielt auch die Zeit eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le: Ob man sich mor­gens, mit­tags oder abends dem Stu­di­um wid­met, bleibt dem Stu­die­ren­den über­las­sen – und ist höchs­tens abhän­gig von sei­ner Arbeits­zeit. Gera­de die Tat­sa­che, dass par­al­lel zum Stu­di­um gear­bei­tet und damit Geld ver­dient wird, macht das Fern­stu­di­um so beliebt.

Zuhause studierenDoch auch bei einem sol­chen Stu­di­um fal­len Kos­ten an. Jede Fern-Uni­ver­si­tät bzw. pri­va­te Fern-Hoch­schu­le ver­langt Stu­di­en­ge­büh­ren. Dazu kom­men Kos­ten für Rei­sen zu zwin­gen­de Ver­an­stal­tun­gen, zusätz­li­che Stu­di­en­mit­tel oder auch PC- und Inter­net-Kos­ten. Auch mit einem regel­mä­ßi­gen Ein­kom­men kann das Fern­stu­di­um eine gro­ße Lücke in die finan­zi­el­len Mit­tel rei­ßen.

Die­se, neben dem Stu­di­um zusätz­li­che Belas­tung, möch­te natür­lich jeder so klein wie mög­lich hal­ten: So besteht die Mög­lich­keit, das Fern­stu­di­um als Auf­wen­dun­gen von der Steu­er abzu­set­zen. Nach § 9 Abs. 1 EStG kön­nen Stu­di­en­ge­büh­ren dann voll­stän­dig von der Steu­er als Wer­bungs­kos­ten abge­setzt wer­den, wenn der Betref­fen­de sich mit dem Fern­stu­di­um in sei­nem Beruf "berufs­be­glei­tend" wei­ter­bil­den möch­te und schon eine Aus­bil­dung bzw. ein Erst­stu­di­um abge­schlos­sen hat. Dabei hat ein kon­kre­ter Zusam­men­hang mit dem Beruf vor­han­den zu sein und muss auf die Erzie­lung von Ein­nah­men gerich­tet sein. Bei Selb­stän­di­gen fal­len die Auf­wen­dun­gen als Betriebs­aus­ga­ben bei der Gewinn­ermitt­lung ins Gewicht.

Dage­gen kön­nen die Kos­ten für ein Fern­stu­di­um, das aus rein pri­va­ten Grün­den auf­ge­nom­men wird und in kei­nem Zusam­men­hang mit dem Beruf bzw. der selb­stän­di­gen Tätig­keit steht, nicht steu­er­lich gel­tend gemacht wer­den.

Han­delt es sich bei dem Fern­stu­di­um aber um die ers­te Aus­bil­dung, kön­nen die damit ver­bun­de­nen Kos­ten als Son­der­aus­ga­ben nach § 10 Abs. 1 EStG berück­sich­tigt wer­den. In jedem Fall lohnt sich eine Wei­ter­bil­dung in Form eines Fern­stu­di­ums – beruf­lich, per­sön­lich und letzt­end­lich mit dem Abschluss z.B. eines Bache­lors auch finan­zi­ell: Eine Inves­ti­ti­on in die eige­ne Zukunft.