Zwei­tes Gesetz zum Abbau büro­kra­ti­scher Hemm­nis­se

Am 13. Sep­tem­ber 2007 ist das "Zwei­te Gesetz zum Abbau büro­kra­ti­scher Hemm­nis­se ins­be­son­de­re in der mit­tel­stän­di­schen Wirt­schaft" im Bun­des­ge­setz­blatt ver­kün­det wor­den. Nach dem bereits in Kraft getre­te­nen Ers­ten Mit­tel­stands-Ent­las­tungs­ge­setz sol­len hier­durch eine Rei­he von Vor­schrif­ten ins­be­son­de­re aus den Berei­chen Sta­tis­tik, Buch­füh­rung, Sozialversicherungs‑, Gewer­be-, Preis- und Stra­ßen­ver­kehrs­recht "ent­rüm­pelt" wer­den.

Zwei­tes Gesetz zum Abbau büro­kra­ti­scher Hemm­nis­se
  • Mit dem neu­en Gesetz wer­den unter ande­rem Exis­tenz­grün­der von Beginn des nächs­ten Jah­res an in den ers­ten drei Jah­ren unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen von sta­tis­ti­schen Mel­de­pflich­ten befreit. Unter­neh­men mit weni­ger als 50 Beschäf­tig­ten sol­len eben­falls ab Beginn des nächs­ten Jah­res im Kalen­der­jahr in höchs­tens drei Stich­pro­ben­er­he­bun­gen für Bun­des­sta­tis­ti­ken mit Aus­kunfts­pflicht ein­be­zo­gen wer­den. In der Dienst­leis­tungs­kon­junk­tur­sta­tis­tik wer­den ver­stärkt bereits vor­han­de­ne Ver­wal­tungs­da­ten genutzt.
  • Durch die Ein­schrän­kung der Rei­se­ge­wer­be­kar­ten­pflicht ent­fällt künf­tig in vie­len Fäl­len die Not­wen­dig­keit einer Rei­se­ge­wer­be­kar­te.
  • Die steu­er­li­che Buch­füh­rungs­pflicht soll dadurch ver­ein­facht wer­den, dass künf­tig weni­ger Steu­er­pflich­ti­ge als bis­her Bücher füh­ren und eine Steu­er­bi­lanz vor­le­gen müs­sen. Sie kön­nen statt­des­sen eine Ein­nah­me-Über­schuss-Rech­nung erstel­len. Aller­dings sind die Anfor­de­run­gen an eine Ein­nah­men-Über­schuss-Rech­nung inzwi­schen oft­mals auch nicht mehr viel gerin­ger als an eine Buch­füh­rung, nach­dem hier­für ein Pflicht­vor­druck ein­ge­führt wur­de.
  • Ab Beginn des Jah­res 2010 wird die Betriebs­prü­fung der Unfall­ver­si­che­rungs­trä­ger auf die Betriebs­prü­fung der Ren­ten­ver­si­che­rung über­tra­gen, wodurch jähr­lich etwa 130.000 Dop­pel­prü­fun­gen in den Betrie­ben ent­fal­len.