Der vom Abgasskandal betroffene VW mit Audi-Motor

Der vom Abgas­skan­dal betrof­fe­ne VW mit Audi-Motor

Auch wenn in dem vom Abgas­skan­dal betrof­fe­nen VW Fahr­zeug ein von Audi her­ge­stell­ter Die­sel­mo­tor ver­baut wor­den ist, hat VW Scha­dens­er­satz zu leis­ten. So hat das Ober­lan­des­ge­richt Olden­burg in dem hier vor­lie­gen­den Fall Pkw-Eigen­tü­­mers ent­schie­den, der einen VW Toua­reg gekauft hat­te. Gleich­zei­tig ist ein kla­ge­ab­wei­sen­des Urteil des Land­ge­richts teil­wei­se auf­ge­ho­ben wor­den.

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Fluggastrechte - und die Anwaltskosten

Flug­gast­rech­te – und die Anwalts­kos­ten

Das aus­füh­ren­de Luft­ver­kehrs­un­ter­neh­men muss einem Flug­gast, dem ein Aus­gleichs­an­spruch nach Art. 7 Flug­gast­rech­te­VO zusteht, grund­sätz­lich auch die Kos­ten für die vor­ge­richt­li­che Gel­tend­ma­chung des Anspruchs durch einen Rechts­an­walt erset­zen, wenn es die ihm gemäß Art. 14 Abs. 2 Flug­gast­rech­te­VO oblie­gen­de Infor­ma­ti­ons­pflicht ver­letzt hat . In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall unter­nahm der

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Die beschädigten Hofplatten

Die beschä­dig­ten Hof­plat­ten

Ein Miet­ob­jekt muss nicht schlecht­hin gefahr­los und frei von allen Män­geln sein. Ein Ver­mie­ter hat die­je­ni­gen Sicher­heits­vor­keh­run­gen zu tref­fen, die ein ver­stän­di­ger und umsich­ti­ger Ver­mie­ter für aus­rei­chend hal­ten darf, um Mie­ter und deren Ange­hö­ri­ge vor Schä­den zu bewah­ren, und die ihm den Umstän­den nach zumut­bar sind. Mit die­ser Begrün­dung hat

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Klageänderung in der Berufungsinstanz - und das Berufungsurteil

Kla­ge­än­de­rung in der Beru­fungs­in­stanz – und das Beru­fungs­ur­teil

Die Über­pr­fung, ob eine Kla­ge­än­de­rung in der Beru­fungs­in­stanz sach­dien­lich ist (§ 533 ZPO), ist dem Revi­si­ons­ge­richt gemäß § 268 ZPO ver­wehrt, wenn das Beru­fungs­ge­richt über das neue Begeh­ren inhalt­lich ent­schie­den hat. § 268 ZPO greift auch dann, wenn die Vor­in­stanz irr­tüm­lich davon aus­ge­gan­gen ist, eine Kla­ge­än­de­rung lie­ge nicht vor .

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Hochzeit

Die Män­gel am Hoch­zeits­kleid

Dem Ver­käu­fer muss bei einem man­gel­haf­ten Hoch­zeits­kleid die Mög­lich­keit der Män­gel­be­sei­ti­gung gege­ben wer­den. Nur wenn die Nach­bes­se­rung unzu­mut­bar wäre, etwa weil der Ver­käu­fer nicht ver­trau­ens­wür­dig ist, ist eine Chan­ce zur Nach­bes­se­rung nicht not­wen­dig. Mit die­ser Begrün­dung hat das Land­ge­richt Nürn­­berg-Fürth in dem hier vor­lie­gen­den Fall einer strit­ti­gen Kos­ten­er­stat­tung für die

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Schwimmbad

Mut­ter-Kind-Kur – und ihre jeder­zei­ti­ge Künd­bar­keit

Eine Klau­sel in den All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen einer Kur­kli­nik, die einen Scha­dens­er­satz­an­spruch für den Fall vor­sieht, dass die Pati­en­tin einer Mut­­ter-Kind-Kur die­se vor­zei­tig abbricht, ist unwirk­sam. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall war einer Mut­ter von vier min­der­jäh­ri­gen Kin­dern von ihrer gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung eine drei­wö­chi­ge medi­zi­ni­sche Vor­sor­ge­maß­nah­me in Form einer

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Profi-Sportlerinnen und die Zulassung zu internationalen Turnieren

Pro­fi-Sport­le­rin­nen und die Zulas­sung zu inter­na­tio­na­len Tur­nie­ren

Haben sich Pro­fi­sport­ler unfrei­wil­lig einer Schieds­ge­richts­ver­ein­ba­rung in ihrem Ver­trag unter­wor­fen, ist die­se unwirk­sam. Hat ein Ver­band ein Sport­ler­team ohne sach­lich gerecht­fer­tig­ten Grund anders behan­delt als die übri­gen Natio­nal­teams, kann ein Anspruch auf Scha­dens­er­satz bestehen. Mit die­ser Begrün­dung hat das Land­ge­richt Frank­furt am Main in dem hier vor­lie­gen­den Fall der Kla­ge

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Die Verletzung im Geschäft

Die Ver­let­zung im Geschäft

Der Man­gel oder der Zustand in einem Laden­lo­kal, der zu einer Ver­let­zung geführt haben soll, muss vom Ver­letz­ten bewie­sen wer­den. Erst danach trifft das betrof­fe­ne Unter­neh­men die Beweis­last­um­kehr, nach der die zur Ver­mei­dung sol­cher Unfäl­le erfor­der­li­chen Orga­­ni­­sa­­ti­ons- und Über­wa­chungs­maß­nah­men dar­zu­le­gen sind. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Nürn­berg in dem

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Augen-OP gelungen, Ergebnis wertlos

Augen-OP gelun­gen, Ergeb­nis wert­los

Bei zu befürch­ten­den Behand­lungs­feh­lern kann ein vor einer wei­te­ren Ope­ra­ti­on erwar­te­tes klä­ren­des Gespräch nicht als ein irgend­wie ver­trags­wid­ri­ges Ver­hal­ten ange­se­hen wer­den, das den Arzt zur Kün­di­gung des Behand­lungs­ver­trags recht­fer­tigt. Eine Kata­rakt-Ope­ra­­ti­on am rech­ten Auge, die Fern­sicht statt der ver­ein­bar­ten Nah­sicht ermög­licht, ist ins­ge­samt wert­los, sodass kein Hono­rar­an­spruch des Arz­tes besteht.

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Die Schenkung mit Nutzungsrecht

Die Schen­kung mit Nut­zungs­recht

Das der Erb­las­se­rin ein­ge­räum­te Wohn- und Rück­for­de­rungs­recht steht dem Beginn der Zehn­jah­res­frist nicht ent­ge­gen, nach der eine Schen­kung bei der Nach­lass­ver­tei­lung nicht mehr zu berück­sich­ti­gen ist. Mit die­ser Begrün­dung hat das Pfäl­zi­sche Ober­lan­des­ge­richt Zwei­brü­cken in dem hier vor­lie­gen­den Fall ent­schie­den, dass der Wert des Hau­ses wegen Ablaufs der Zehn­jah­res­frist bei

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Das gelochte Sparbuch

Das geloch­te Spar­buch

Ein Zah­lungs­an­spruch gegen eine Bank besteht bei einem geloch­ten Spar­buch nicht mehr, da es gän­gi­ge Pra­xis ist, dass ent­wer­te­te Spar­bü­cher gelocht wer­den. Es ist nicht glaub­haft, das Spar­buch selbst gelocht zu haben, um es bes­ser abhef­ten zu kön­nen. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Frank­furt am Main in dem hier

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Die Bildqualität bei extrem niedrigen Temperaturen

Die Bild­qua­li­tät bei extrem nied­ri­gen Tem­pe­ra­tu­ren

Die Nut­zung einer Digi­tal­ka­me­ra bei Extrem­be­din­gun­gen gehört nicht mehr zu den „gewöhn­li­chen Nut­zungs­be­din­gun­gen“, denen das Pro­dukt gewach­sen sein muss. Dann kann ein Käu­fer eine jeder­zei­ti­ge pro­blem­lo­se Ver­wen­dung der Kame­ra nicht mehr erwar­ten. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Mün­chen in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge auf Rück­ab­wick­lung eines Kauf­ver­tra­ges

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Notarielle Beglaubigung - und der Beweis ihrer Unrichtigkeit

Nota­ri­el­le Beglau­bi­gung – und der Beweis ihrer Unrich­tig­keit

Der vom Notar ange­fer­tig­te Beglau­bi­gungs­ver­merk („Dass vor­ste­hen­de Abschrift, die mit der Urschrift, die mir vor­ge­le­gen hat, wört­lich über­ein­stimmt, beglau­bi­ge ich hier­mit nota­ri­ell“) erbringt als öffent­li­che Urkun­de im Sin­ne des § 418 Abs. 1 ZPO grund­sätz­lich Beweis auch dafür, dass die Urschrift vor­ge­le­gen hat. Hier­ge­gen ist gemäß § 418 Abs. 2 ZPO der

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Notar Kanzleischild

Voll­streck­bar­er­klä­rung eines Anwalts­ver­gleichs – durch den Notar

Der Notar tritt bei der Voll­streck­bar­er­klä­rung eines Anwalts­ver­gleichs gemäß § 796c ZPO an die Stel­le des nach § 796b ZPO zustän­di­gen Pro­zess­ge­richts und ent­schei­det somit in recht­spre­chen­der Funk­ti­on. Das Ver­fah­ren rich­tet sich nach den Vor­schrif­ten, die für die Voll­streck­bar­er­klä­rung durch das Gericht gel­ten (§ 796c Abs. 1 Satz 2 i.V.m. §§ 796a,

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Auto,Kfz,BMW

Unter­schla­gung auf der Pro­be­fahrt – und der gut­gläu­bi­ge Erwerb

Ein Fahr­zeug, das einem ver­meint­li­chen Kauf­in­ter­es­sen­ten für eine unbe­glei­te­te Pro­be­fahrt über­las­sen und von die­sem nicht zurück­ge­ge­ben wur­de, ist dem Eigen­tü­mer nicht im Sin­ne von § 935 BGB abhan­den­ge­kom­men. Die­ser ver­liert daher sein Eigen­tum an dem Fahr­zeug, wenn es nach­fol­gend durch einen Drit­ten in gutem Glau­ben erwor­ben wird. In dem hier

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Negative Feststellungsklage - und die Darlegungs- und Beweislast

Nega­ti­ve Fest­stel­lungs­kla­ge – und die Dar­le­gungs- und Beweis­last

Die Beklag­te ist für die Vor­aus­set­zun­gen des Anspruchs, des­sen Bestehen der Klä­ger mit sei­ner nega­ti­ven Fest­stel­lungs­kla­ge bestrei­tet, dar­­­le­­gungs- und beweis­pflich­tig. Dabei ist von dem all­ge­mei­nen pro­zes­sua­len Grund­satz aus­zu­ge­hen, dass jede Par­tei die­je­ni­gen Tat­sa­chen dar­le­gen und bewei­sen muss, aus denen sie ihren Anspruch her­lei­tet. Den Anspruch­stel­ler trifft daher die Beweis­last für alle

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Justizzentrum Gelsenkirchen

Rich­ter­li­che Über­zeu­gungs­bil­dung – und der Indi­zi­en­be­weis

Eine Über­zeu­gungs­bil­dung iSd. § 286 Abs. 1 ZPO setzt nicht immer eine mathe­ma­tisch lücken­lo­se Gewiss­heit vor­aus. Selbst nach dem stren­gen Maß­stab des § 286 ZPO bedarf es kei­nes natur­wis­sen­schaft­li­chen Kau­sa­li­täts­nach­wei­ses und auch kei­ner an Sicher­heit gren­zen­den Wahr­schein­lich­keit, viel­mehr genügt ein für das prak­ti­sche Leben brauch­ba­rer Grad von Gewiss­heit, der ver­blei­ben­den Zwei­feln

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Die Testamentskopie - und die handschriftlichen Änderungen

Die Tes­ta­ments­ko­pie – und die hand­schrift­li­chen Ände­run­gen

Ände­run­gen eines Tes­ta­ments, die auf einer Kopie des eigen­hän­dig geschrie­be­nen und unter­schrie­be­nen Tes­ta­ments vor­ge­nom­men wor­den sind, gel­ten dann als form­wirk­sa­mes Tes­ta­ment, wenn die Ände­run­gen eben­falls eine Unter­schrift des Erb­las­sers ent­hal­ten. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Köln in dem hier vor­lie­gen­den Fall der Beschwer­de gegen die Ertei­lung eines Alleinerb­scheins statt­ge­ge­ben

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BGH Karlsruhe

Neu­es Vor­brin­gen in der Revi­si­ons­in­stanz

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ist die Berück­sich­ti­gung neu­en Vor­brin­gens in der Revi­si­ons­in­stanz in Fäl­len zuläs­sig, in denen einer der in § 580 Nr. 1 bis 7 Buchst. a ZPO gere­gel­ten Resti­tu­ti­ons­grün­de gel­tend gemacht wird und, soweit die­se auf einer straf­ba­ren Hand­lung beru­hen (§ 580 Nr. 1 bis 5 ZPO), des­we­gen eine rechts­kräf­ti­ge Ver­ur­tei­lung ergan­gen

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Freudenberg

Getrennt leben­de Ehe­gat­ten – und das vom (Schwieger-)Vater über­tra­ge­ne Miet­haus

Ehe­gat­ten gehö­ren auch dann der­sel­ben Fami­lie im Sin­ne des § 577a Abs. 1a Satz 2 BGB an, wenn sie getrennt leben oder geschie­den sind . In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall ging es um die Kün­di­gung eines seit 2001 bestehen­den Woh­nungs­miet­ver­tra­ges. Der Ver­mie­ter hat­te das Haus­grund­stück in der Fol­ge­zeit an

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Private oder unternehmerische Vermögensverwaltung  - und die notarielle Beurkundung

Pri­va­te oder unter­neh­me­ri­sche Ver­mö­gens­ver­wal­tung – und die nota­ri­el­le Beur­kun­dung

Der Notar muss, wenn er um Beur­kun­dung einer auf einen Ver­trags­schluss gerich­te­ten Wil­lens­er­klä­rung ersucht wird, klä­ren, ob es sich um einen Ver­brau­cher­ver­trag im Sin­ne des § 17 Abs. 2a BeurkG han­delt, sofern der Sta­tus des Urkund­s­be­tei­lig­ten nicht offen­sicht­lich ist. Ver­blei­ben hier­nach Zwei­fel an der Ver­brau­cher­ei­gen­schaft des Urkund­s­be­tei­lig­ten, muss der Notar

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Gesetzlicher Richter - und der Geschäftsverteilungsplan

Gesetz­li­cher Rich­ter – und der Geschäfts­ver­tei­lungs­plan

Nach Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG darf nie­mand sei­nem gesetz­li­chen Rich­ter ent­zo­gen wer­den. Wel­cher Rich­ter oder Spruch­kör­per des sach­lich, ört­lich und funk­tio­nell zustän­di­gen Gerichts der „gesetz­li­che Rich­ter“ im Sin­ne der Ver­fas­sung ist, ist durch einen Geschäfts­ver­tei­lungs­plan im Vor­aus gene­­rell-abs­­trakt, aber zugleich hin­rei­chend bestimmt zu regeln, so dass Mani­pu­la­tio­nen und damit

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Facebook - und der Zugang der Erben

Face­book – und der Zugang der Erben

Mit der Aus­le­gung eines Voll­stre­ckungs­ti­tels , der die – ein sozia­les Inter­net­Netz­werk betrei­ben­de – Schuld­ne­rin (hier: Face­book) ver­pflich­tet, den Erben einer ver­stor­be­nen Teil­neh­me­rin an dem Netz­werk Zugang zu dem voll­stän­di­gen Benut­zer­kon­to und den dar­in vor­ge­hal­te­nen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­in­hal­ten der Erb­las­se­rin zu gewäh­ren, hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen: Die Par­tei­en strei­ten

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Thuja

Ursa­chen­su­che für eine abge­stor­be­ne Hecke: Nach­ba­rin oder Kli­ma­wan­del ?

Für eine Thu­­ja-Hecke, die vom Nach­barn absicht­lich beschä­digt wor­den ist, muss die­ser kei­nen Scha­dens­er­satz zah­len, wenn die Hecke auf­grund der kli­ma­ti­schen Ver­än­de­run­gen in der Pfalz mit hei­ßen Som­mern und star­ken Win­den ver­trock­net ist. So hat das Land­ge­richt Fran­ken­thal in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Nach­bar­schafts­streits aus Alt­rip ent­schie­den. Der Eigen­tü­mer

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Chemieindustrie

Auf­he­bung eines gemein­schaft­li­chen Grund­ei­gen­tums in der Fami­lie

Ist durch einen nota­ri­el­len Ver­trag die Mög­lich­keit zur Auf­he­bung einer Grund­stücks­ge­mein­schaft zwi­schen Fami­li­en­mit­glie­dern aus­ge­schlos­sen, muss bei Dif­fe­ren­zen in der Fami­lie vor einer Zwangs­ver­stei­ge­rung ver­sucht wer­den, das Anwe­sen ander­wei­tig zu nut­zen. Außer­dem bedarf es bei einem umfas­sen­den Aus­schluss der Auf­he­bung der Gemein­schaft eines ganz beson­ders wich­ti­gen Grun­des. So hat das Land­ge­richt

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