Miet­kau­ti­on nach dem Ver­kauf

Ver­kauft der Ver­mie­ter sei­ne Immo­bi­lie, so tritt der Käu­fer nicht nur in den Miet­ver­trag ein, son­dern über­mimmt auch hin­sicht­lich der vom Mie­ter geleis­te­ten Kau­ti­on die dadurch begrün­de­ten Rech­te und Pflich­ten des Ver­mie­ters.

Miet­kau­ti­on nach dem Ver­kauf

Die­se durch das Miet­rechts­re­form­ge­setz ein­ge­füg­te Bestim­mung des § 566 a BGB fin­det jedoch kei­ne Anwen­dung, wenn zwar der ding­li­che Erwerb des Miet­ob­jekts nach dem Inkraft­tre­ten der Neu­re­ge­lung am 1. Sep­tem­ber 2001 erfolgt ist, das die­sem Erwerb zugrun­de lie­gen­de schuld­recht­li­che Rechts­ge­schäft jedoch bereits vor die­sem Zeit­punkt abge­schlos­sen wor­den ist. In die­sem Fall bleibt es bei der Anwend­bar­keit des § 572 BGB a.F., wonach der Erwer­ber nur dann zur Rück­zah­lung ver­pflich­tet ist, wenn er ent­we­der die Kau­ti­on vom Ver­käu­fer erhal­ten oder aber sich die­sem gegen­über zur Rück­zah­lung an den Mie­ter ver­pflich­tet hat.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 24. Juni 2009 – XII ZR 145/​07