14.717,65 € per Prepaid-Karte

Vor dem Landgericht Berlin hatte ein Mobilfunkprovider einen seiner Kunden verklagt. Der Kunde hatte einen Prepaid-Tarif gewählt, den der Anbieter im Internet mit „Einfach abtelefonieren, erhöhte Kostenkontrolle, automatische Aufladung möglich“ beworben hatte. Dabei hatte der Kunde sich für die Option „Webshop-Aufladung 10“ entschieden.

14.717,65 € per Prepaid-Karte

Ende August 2009 stellte ihm der Mobilfunkanbieter dann 14.727,65 € für die Telefonnutzung in Rechnung. Hiervon entfielen nach seiner Darstellung 14.706,19 € auf 15 GPRS-Verbindungen über die SIM-Karte des Kunden aus der Zeit vom 8. August 2009 um 0.47 Uhr bis zum 9. August 2009 um 15.15 Uhr.

Das Landgericht Berlin sprach dem Mobilfunkanbeiter nun 10,- € zu. Wegen der darüber hinaus verlangten 14.717,65 € sowie verschiedener Nebenkosten wies das Landgericht die Klage ab:

Nach Auffassung des Landgerichts Berlin enthält die nicht näher erläuterte Klausel zur Webshop-Aufladung allenfalls das Einverständnis des Kunden mit einer einmaligen automatischen Aufladung in Höhe von 10,00 € vor erneutem aktivem Aufladen. Ein fortwährendes unbegrenztes automatisches Aufladen während der Verbindungsnutzung sei damit nicht vereinbart worden.

Landgericht Berlin, Urteil vom 18. Juli 2011 – 38 O 350/10

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