Rück­wir­ken­de Erhö­hung der Kos­ten­mie­te

Bei der Klau­sel

Rück­wir­ken­de Erhö­hung der Kos­ten­mie­te

"Gilt die Kos­ten­mie­te des öffent­lich geför­der­ten Woh­nungs­bau­es, so ist der Ver­mie­ter befugt, bei Ände­rung der Kos­ten­mie­te die­se ab Zuläs­sig­keit vom Mie­ter auch rück­wir­kend zu ver­lan­gen, ohne dass es des Ver­fah­rens nach § 10 WoBindG bedarf"

han­delt es sich nicht um eine Miet­gleit­klau­sel im Sin­ne von § 4 Abs. 8 Satz 1 NMV, son­dern um eine Rege­lung der ein­sei­ti­gen Erhö­hung der Kos­ten­mie­te durch den Ver­mie­ter.

Die Frei­stel­lung des Ver­mie­ters von dem Ver­fah­ren nach § 10 WoBindG (Halb­satz 2) ist wegen unan­ge­mes­se­ner Benach­tei­li­gung des Mie­ters unwirk­sam; das­sel­be gilt für die Ver­ein­ba­rung der Zuläs­sig­keit einer zeit­lich unbe­grenz­ten Rück­wir­kung der ein­sei­ti­gen Erhö­hung der Kos­ten­mie­te (Halb­satz 1).

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 8. April 2009 – VIII ZR 233/​08

  1. BGH, Urteil vom 24.03.2010 – VIII ZR 177/​09, BGHZ 185, 114 Rn. 12 ff.[]