Abrech­nung nach Ein­heits­prei­sen – und die Dar­le­gungs- und Beweis­last

Für den Umfang der erbrach­ten Leis­tun­gen ist grund­sätz­lich der Unter­neh­mer dar­le­gungs- und beweis­be­las­tet 1.

Abrech­nung nach Ein­heits­prei­sen – und die Dar­le­gungs- und Beweis­last

Bei der Abrech­nung nach Ein­heits­prei­sen hat der Unter­neh­mer nicht nur die Ver­ein­ba­rung eines bestimm­ten Ein­heits­prei­ses dar­zu­le­gen und zu bewei­sen, son­dern auch sub­stan­ti­iert vor­zu­tra­gen, wel­che Bau­leis­tung von ihm tat­säch­lich erbracht wor­den ist 2.

Der Umfang der jeweils erfor­der­li­chen Sub­stan­ti­ie­rung des Sach­vor­trags lässt sich nur aus dem Wech­sel­spiel von Vor­trag und Gegen­vor­trag bestim­men, wobei die Ergän­zung und Auf­glie­de­rung des Sach­vor­trags bei hin­rei­chen­dem Gegen­vor­trag immer zunächst Sache der dar­le­gungs- und beweis­pflich­ti­gen Par­tei zu sein hat 3.

Ober­lan­des­ge­richt Stutt­gart, Urteil vom 10. Mai 2016 – 10 U 51/​15

  1. vgl. BGH Urteil vom 27.07.2006 – VII ZR 202/​04, Rn 10[]
  2. Wer­ner in Werner/​Pastor, Der Bau­pro­zess, 15. Auf­lg., Rn.1949[]
  3. BGH Urteil vom 01.04.1993 – VII ZR 22/​92 30; Kniff­ka in Kniffka/​Koeble, Kom­pen­di­um des Bau­rechts, 4. Auf­lg., 18. Teil Rn. 8[]