Adhä­si­ons­ent­schei­dung – und die vor­ge­richt­li­chen Rechts­an­walts­kos­ten

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs hat der Schä­di­ger die­je­ni­gen durch das Scha­dens­er­eig­nis adäquat ver­ur­sach­ten Rechts­an­walts­kos­ten zu erset­zen, die aus Sicht des Geschä­dig­ten zur Wahr­neh­mung sei­ner Rech­te erfor­der­lich und zweck­mä­ßig waren 1.

Adhä­si­ons­ent­schei­dung – und die vor­ge­richt­li­chen Rechts­an­walts­kos­ten

Maß­geb­lich ist inso­fern die exan­te­Sicht einer ver­nünf­ti­gen, wirt­schaft­lich den­ken­den Per­son 2. Dabei sind kei­ne über­zo­ge­nen Anfor­de­run­gen zu stel­len. Es kommt dar­auf an, wie sich die vor­aus­sicht­li­che Abwick­lung des Scha­dens­falls aus der Sicht des Geschä­dig­ten dar­stellt 3.

In ein­fach gela­ger­ten Fäl­len ist die Inan­spruch­nah­me eines Rechts­an­walts nur aus­nahms­wei­se gerecht­fer­tigt 4.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 26. Febru­ar 2019 – 2 StR 358/​17

  1. vgl. BGH, Urteil vom 23.01.2014 – – III ZR 37/​13, NJW 2014, 939, 942 Rn. 48 mwN[]
  2. vgl. BGH, Urteil vom 17.09.2015 – – IX ZR 280/​14 8 mwN[]
  3. BGH aaO[]
  4. BGH, Urteil vom 16.07.2015 – – IX ZR 197/​14 55[]