Ange­bot für eine untaug­li­che Män­gel­be­sei­tung

Ist die Män­gel­be­sei­ti­gung nur auf eine bestimm­te Wei­se mög­lich, ist der Unter­neh­mer ver­pflich­tet, die­se vor­zu­neh­men. Der Bestel­ler kann ein die­ser Ver­pflich­tung nicht ent­spre­chen­des und damit untaug­li­ches Ange­bot von vorn­her­ein zurück­wei­sen 1.

Ange­bot für eine untaug­li­che Män­gel­be­sei­tung

In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall hat der Sach­ver­stän­di­ge in sei­nem Erst­gut­ach­ten zusam­men­fas­send fest­ge­stellt, dass die von ihm erkann­ten Män­gel der Trep­pe im ein­ge­bau­ten Zustand nicht zu behe­ben sei­en.

Wenn die Män­gel der Trep­pe im ein­ge­bau­ten Zustand nicht zu behe­ben waren, beschied dar­auf­hin der Bun­des­ge­richts­hof, war der Werk­un­ter­neh­mer – so er nicht aus ande­ren Grün­den zur Leis­tungs­ver­wei­ge­rung berech­tigt war – ver­pflich­tet, die Trep­pe zum Zweck der Män­gel­be­sei­ti­gung aus­zu­bau­en. Es ist zwar grund­sätz­lich Ange­le­gen­heit des Unter­neh­mers, wie er den ver­trags­ge­rech­ten Zustand her­stellt. Ist die Män­gel­be­sei­ti­gung jedoch nur auf eine bestimm­te Wei­se mög­lich, so ist er dazu ver­pflich­tet, die­se vor­zu­neh­men. Der Bestel­ler kann ein die­ser Ver­pflich­tung nicht ent­spre­chen­des und damit untaug­li­ches Ange­bot von vorn­her­ein zurück­wei­sen 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 5. Mai 2011 – VII ZR 28/​10

  1. Bestä­ti­gung von BGH, Urteil vom 13.12.2001 – VII ZR 27/​00, BGHZ 149, 289, 293[]
  2. BGH, Urtei­le vom 13.12.2001 – VII ZR 27/​00, BGHZ 149, 289, 293; und vom 24.04.1997 – VII ZR 110/​96, BauR 1997, 638 = ZfBR 1997, 249[]